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Leverkusen
Schlosserei wird Museumsraum

Leverkusen: Schlosserei wird Museumsraum
Renate Streudel, Gisela Schäperclaus (Förderverein), Eckhard Uhlenberg (NRW-Stiftung) und Sabine Krummenerl (Provinzial) besichtigten den neugestalteteten Multifunktionsraum. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die NRW-Stiftung und Provinzial haben die Renovierung der alten Schlosserei im Industriemuseum Sensenhammer finanziert. Der warme, helle Raum kann für diverse Zwecke genutzt werden. Von Monika Klein

Jedes Jahr kommen zwischen 600 und 800 Grundschulkinder in das Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer, um die alte Technik des Eisenschmiedens zu erleben. Bei solchen Veranstaltungen oder Führungen durch Museum und Industriedenkmal fehlte bisher ein ruhiger, sauberer Raum für Nachgespräch oder Imbiss. Das ist jetzt anders. Mit finanzieller Hilfe der NRW-Stiftung und Provinzial Rheinland wurde die ehemalige Schlosserei in einen Multifunktionsraum verwandelt. Gestern erfolgte die offizielle Übergabe durch Vertreter der Stiftung.

Die Wände wurden weitgehend im alten Zustand belassen, historische Gegenstände aus der Produktion - wie Schleifmaschine und ein gut bestücktes Werkzeugregal - vermitteln den Charme der Industrieästhetik. Die Grube und kleine Löcher im Boden wurden aufgefüllt, ein glatter, grauer Fußbodenbelag aufgetragen. Jetzt kann man bei Bedarf auch feucht durchwischen.

Mit Hilfe der Stiftung bekam der Raum neue, dichte Fenster, so dass er auch im Winter zu nutzen ist. Außerdem wurde mit Leinwand und Beamer technisch für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts aufgerüstet. "Wir haben hier endlich auch einen barrierefreien Zugang", sagt Museumsleiter Wilhelm Matthies und zeigt auf die breiten Flügeltüren, die sich zum Teich hin weit öffnen lassen. Perfekt auch für Feste und Veranstaltungen im Sommer.

In der Halle stehen Sideboards und ein großer stabiler Tisch, an dem man essen oder arbeiten kann. Eine Tür führt in die Schmiedehalle, die für Schmiedevorführungen und für Kulturveranstaltungen genutzt wird. Auch Hochzeiten und andere Familienfeiern wurden dort schon gefeiert. Wem der Platz zu groß und zu schmutzig ist, der kann nun den Mehrzweckraum nutzen, der für Gesellschaften bis zu 80 Personen Platz bietet. Idealerweise liegen Küche und die Toiletten auf derselben Ebene gleich nebenan. Die Modalitäten für die Privatvermietung werden demnächst auf der Homepage des Museums stehen, versprach Matthies.

"Der Raum wird dazu beitragen, unsere Kosten zu decken", lobt Gisela Schäperclaus, Vorsitzende des Fördervereins Freudenthaler Sensenhammer. Dass es letztlich den vielen Ehrenamtlichen zu verdanken ist, dass die alte Industrieanlage mit so viel Leben gefüllt wird, haben die Sponsoren, die den Sensenhammer von Anfang an immer wieder mit Fördermitteln bedachten, sehr wohl registriert. Der Ort gehört auch zu den 300 Projekten, die im Rahmen der "Heimat-Touren" angefahren werden. Die NRW-Stiftung und Provinzial stellten dafür letztes Jahr ein Budget von 130.000 Euro zur Verfügung. Schulklassen können sich einfach bewerben auf www.nrw-stiftung.de.

Quelle: RP
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