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Leverkusen
Schöne Lieder und Manforter Sänger-Kritik an der Stadt

Leverkusen. Die Vorbereitungen liefen seit geraumer Zeit, Sonntag wurden sie belohnt beim Jahreskonzert der Sängervereinigung 1882 Manfort. Rund 25 Männer aus Manfort - verstärkt durch 15 Sänger aus Köln - sangen im großen Saal ein Potpourri goldener Evergreens unter dem Motto "Schön war die Zeit". Doch diese Zeit hat der Chor im Grunde hinter sich gelassen. Nicht nur, weil die Manforter die gleichen Nachwuchsprobleme wie andere Männerchöre haben. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Sängervereinigung mit dem Jahreskonzert immense Kosten aufbürdet. Schriftführer Adam Feller: "Wir wissen nicht, wie es weitergeht." An einen anderen Ort auszuweichen sei wenig sinnvoll, denn im Grunde seien die Abgaben in allen städtischen Einrichtungen zu hoch. Man sehe aktuell keine andere Möglichkeit, als nächstes Jahr die Eintrittspreise von 15 auf 18 Euro zu erhöhen. Dann bleibe abzuwarten, ob das Publikum komme. Chorleiter Markus Huperz: "Wir würden uns mehr Unterstützung von der Stadt wünschen."

Nachdem die ersten drei Werke aus Verdi-Opern von Verdi verklungen waren und sich Martin Kraft, Chorleiter aus Köln-Vogelsang, mit seinem Trio dem Thema "Classic goes Jazz" gewidmet hatte, gefiel die Sängervereinigung besser. Das lag auch daran, dass Kraft diverse Titel wie "Born Free" (Musik John Barry) oder "Funiculi, Funicula" (Luigi Denza) neu geschrieben hatte und mit ihnen eine Geschichte erzählte. Nach der Pause ging es abwechselnd weiter mit Chor und Jazztrio. Geschickt arrangierte Kraft einen bunten Melodienstrauß mit Evergreens aus fünf Jahrzehnten, darunter "Ich tanze mit Dir in den Himmel hinein", "Berliner Luft" und "Man müsste nochmal 20 sein". Dazu konnte das Publikum mitklatschen und mitsingen, forderte und bekam zwei Zugaben und ging schließlich gut gelaunt nach Hause.

(kno)
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