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Wahl in NRW 2017
Scholz liegt vor Lux

Wahl in NRW 2017: Scholz liegt vor Lux
Gespannte Runde im "Ufo": Im Rathaus verfolgte CDU-Kandidat Rüdiger Scholz (sitzend, links) die Ereignisse. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. In Leverkusen sieht es nach einem Erfolg für die CDU aus. 36,3 Prozent der Wähler stimmten für Rüdiger Scholz. Damit liegt er knapp vor Eva Lux von der SPD.  Von Bernd Bussang und Ludmilla Hauser

CDU-Kandidat Rüdiger Scholz (59) hat die Direktwahl zum Landtagsabgeordneten nach jetzigem Stand für sich entschieden und würde nach den bisher ausgezählten Stimmen (89 von 134 Schnellmeldungen) die SPD-Kandidatin Eva-Lux (58) ablösen.

Nach aktuellem Stand vereinigt Scholz 36,3 Prozent der Stimmen auf sich (Stand: 20.20 Uhr). Eva Lux muss sich mit 33,6 Prozent der Stimmen zufriedengeben. Auf Uwe Bartels (FDP) entfielen 8,6 Prozent, auf Winfried Kranz (AfD) 7,2 Prozent. Dirk Trapphaben konnte 5,2 Prozent gewinnen, 4,2 Prozent erhielt Lukas Schön von Die Linke.

Auch SPD-Kandidatin Eva Lux verfolgte die Wahl im Rathaus, im Hintergrund steht SPD-Oberbürgermeister Uwe Richrath. FOTO: Uwe Miserius

Rund 70 Besucher haben sich am Wahlabend im Leverkusener Rathaus versammelt und verfolgen die laufend aktualisierten Ergebnisse für die Stadt. Demnach liegt Scholz vorne. Seine Parteikollegen freuen sich über den sich über  das gute Abschneiden der CDU und den sich abzeichnenden Regierungswechsel im Land. "Rüdiger war bienenfleißig und extrem engagiert", sagte CDU-Ratsfraktionschef Thomas Eimermacher. Scholz selbst, der die Ergebnisse Seite an Seite mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Nowak verfolgte, wollte sich zu seinem möglichen Wahlsieg noch nicht äußern. "Ich bin noch nicht in Feierstimmung. Es kann noch viel passieren."

Kritik an Hannelore Kraft

CDU-Ratsfrau Irmgard von Styp-Rekowski kommentierte den Rücktritt von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft so: "Das ist mimosenhaft, wer so reagiert, gehört nicht in die Politik". Eike Meyer, ehemalige Chefin der Frauenunion, stimmte ihr zu: "So was gehört sich nicht."   

Frust bei der Leverkusener SPD und bei den Grünen: "Vor fünf Jahren konnten wir glücklicher sein", sagte Bezirksvertreter Martin Krampf (SPD) mit traurigem Blick. Dieter März (SPD-Ratsherr) wurde deutlicher: "Ich bin schockiert. Dass es so schlimm kommt, hätte ich nicht gedacht. Auch dass Frau Kraft sofort zurücktritt, hätte ich nicht gedacht. Es ist schlimm." Bereits gegen 19 Uhr hatte Dirk Danlowski, Ratsherr der Grünen, die städtische Wahlparty mit hängenden Schultern verlassen und im Hinausgehen CDU-Ratsherr Bernd Miesen zum Sieg der Landes-CDU gratuliert.

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