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Leverkusen
Schüleraustausch feiert Jubiläum

Leverkusen. Seit 25 Jahren hat das Werner-Heisenberg-Gymnasium eine Partnerschule in Frankreich. Zum Jubiläum gab es eine Matinee mit französischen Gästen. Von Monika Klein

Französische Rufe waren in den letzten Tagen auf dem Schulhof des Werner-Heisenberg-Gymnasiums zu hören. Sechstklässler der Partnerschule "Ecole Saint Erembert" aus Saint-Germain-en-Laye waren zu Gast in Lützenkirchen. Nach einer Woche mit umfangreichem Besichtigungsprogramm wurde in der Aula des Gymnasiums eine deutsch-französische Matinee veranstaltet. Schließlich war dieser Schüleraustausch in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes: Seit 25 Jahren besuchen sich regelmäßig Klassen der beiden Schulen. Und für Heisenberg-Lehrer Manfred Lindenau, der die Begegnungen in dieser Zeit auf deutscher Seite organisiert hat, war es die letzte. Denn eigentlich ist er seit einigen Wochen im Ruhestand.

Den Austausch wird künftig seine jüngere Kollegin Christa Rupp organisieren, die auch jetzt schon aktiv war. Es war eine Reise mit Hindernissen, denn sie musste zwei Mal verschoben werden. Normalerweise kommen die französischen Gastschüler in der Vorweihnachtszeit nach Deutschland, erklärte Schulleiterin Claudia Bensen, die bei der Matinee alle Gäste begrüßte - fließend französisch, wie es einem bilingualen Gymnasium gebührt. Nur machte der terroristische Anschlag in Paris im letzten Dezember die Reisepläne zunichte. Man verschob die Reise auf den April, doch da musste sie nach den Vorfällen in Belgien erneut abgesagt werden. Also machten die Heisenberg-Schüler im Mai ihren Gegenbesuch. Auch da lief nicht alles wie geplant. Der Besuch des Eiffel-Turms fiel aus Sicherheitsgründen aus. Streik und Hochwasser führten zu Programmänderungen.

Zum festen Besichtigungsprogramm in Deutschland gehörte für die Gäste wieder ein Köln-Tag mit Besuch des Doms, des Schokoladenmuseums und von Farina. "Eau de Cologne" sei für die Schüler nach wie vor bedeutend, auch wenn sie den Duft nicht besonders mögen, weiß Rupp. In Bonn ging man ins Deutsche Museum, und in Leverkusen hatten die Gäste das kleine Koloniemuseum auf die Wunschliste gesetzt. Französische Schüler empfanden hier ein neues Lebensgefühl, denn: "Die deutsche Schule endet für sie erstaunlich früh", berichtet Rupp.

Zur Matinee trugen Gäste und Gastgeber Programmpunkte bei. "Freude schöner Götterfunken" sang die französische Klasse, und ihre Lehrer fügten ein Chanson von Reinhard Mey über die deutsch-französische Freundschaft an.

Quelle: RP
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