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Leverkusen
Schüsse in der Silvesternacht: Prozess wird verschoben

Leverkusen. Der Prozess gegen einen jungen Mann, der am Neujahrsmorgen in Wiesdorf von der Polizei angeschossen wurde, nachdem er sie bedroht hatte, muss verschoben werden.

Zwar wurde inzwischen Anklage erhoben, aber nach Angaben des Amtsgerichts in Opladen musste der erste Termin für eine Verhandlung gegen den Leverkusener krankheitsbedingt verlegt werden. Ein neuer Termin könne voraussichtlich frühestens für Herbst terminiert werden.

Der damals 21-Jährige hatte am 1. Januar um kurz nach Mitternacht einen Polizeieinsatz ausgelöst. Er soll im Bereich der Carl-Leverkus-Straße mit einer Schusswaffe (es soll sich um eine Gaspistole gehandelt haben) auf mehrere Personen gezielt haben. Als die alarmierten Polizisten ihn in einem Hinterhof antrafen, soll der Mann seine Waffe auch auf die Uniformierten gerichtet haben. Der mehrfachen und lautstarken Aufforderung, die Pistole fallen zu lassen, sei er nicht nachgekommen. Ebenso wenig hätten die Androhungen der Polizisten Wirkung gezeigt, dass sie von ihren Dienstwaffen Gebrauch machen würden. Nach Angaben der Polizei gaben daraufhin mehrere Beamte gezielte Schüsse auf den 21-Jährigen ab. Im Anschluss sei der Verletzte noch an Ort und Stelle durch einen Notarzt versorgt worden, bevor er in ein Krankenhaus gebracht worden sei. Lebensgefahr habe für ihn zu keiner Zeit bestanden.

Nach Angaben des Amtsgerichts wird noch geprüft, ob der Mann womöglich psychisch erkrankt ist, ob er also voll schuldfähig ist.

(rz)
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