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Leverkusen
Schützen werben für mehr christliche Toleranz

Leverkusen. Die Historischen Deutschen Schützenbruderschaften wollen sich, vor einem Jahr ausgelöst durch die Debatte um einen muslimischen Schützenkönig, weiter öffnen. Mehr Verantwortung für die Basis, ein klares Bekenntnis zu den christlichen Wurzeln und Traditionen, aber umfassende Bereitschaft zum Miteinander mit Hinzugekommenen aus anderen Kulturkreisen. Das sind die wichtigsten Punkte einer Grundsatzdiskussion, die der Hauptvorstand jetzt mit Vertretern der 1300 Bruderschaften und Vereinen in Langenfeld führte.

Der neue Bundesschützenmeister Emil Vogt aus Leverkusen, der die interne Profildiskussion angestoßen hat, will dem kirchlichen Schützenverbund "eine zeitgemäße und verständliche Grundausrichtung" geben, ohne die "Zugehörigkeit zur katholischen Kirche in Frage zu stellen". Die lokalen Bruderschaften sollen frei entscheiden können, wer aufgenommen wird und Schützenkönig werden kann. Dem Bundesschützenmeister geht es darum, "durch gegenseitigen Respekt, Ehrlichkeit und Toleranz ein vertrauensvolles Miteinander mit allen gesellschaftlichen Kreisen zu ermöglichen".

Die Tagung bot die Plattform zum Austausch der unterschiedlichen Standpunkte. Einig sind sich die Bruderschaften in ihrem Willen zur Integration. Damit folgen sie Emil Vogt, der "jede Form der Ausgrenzung ablehnt". Ihm ist - auch mit Blick auf Aufnahme von Flüchtlingen wichtig, dass die christlichen Schützen "jeden Menschen als Geschöpf Gottes anerkennen".

(peco)
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