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Volks- und Schützenfest
Vier Tage Remmidemmi in Schlebusch

Schützenfest Schlebusch: Brings soll tausende Besucher locken
Die Konzerte sind einer der Höhepunkte auf dem Volksfest. So wie hier im Jahr 2013 sollen auch in diesem Jahr die Massen feiern. FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. In der kommenden Woche beginnt in Schlebusch das Volks- und Schützenfest. Die Kosten dafür seien enorm gestiegen, beklagt der Veranstalter. Dennoch soll es Besuchern an nichts fehlen: Wir geben einen Überblick über das, was kommende Woche los ist.  Von Roman Zilles

Früher war nicht alles besser. Aber vieles deutlich günstiger. Zum Beispiel das Schützen- und Volksfest in Schlebusch. "Als ich es zum ersten Mal veranstaltet habe, musste ich dafür 50 Mark bezahlen", erzählt Werner Nolden. "Die Gema kannte ich damals noch gar nicht." Heute muss er durchaus nennenswerte Gebühren an die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte abführen.

32 Jahre ist das inzwischen her. Und nicht nur die Währung hat sich in der Zwischenzeit geändert, sondern auch der Betrag. Und zwar grundlegend. Für die 33. Auflage von Fronleichnam bis zum Sonntag fallen für bei Veranstalter Nolden zwischen 25.000 und 28.000 Euro – also ungefähr das Tausendfache an Kosten an. Tagsüber umfasst sein Stab während der Veranstaltung 15 Mitarbeiter, nachts sind bis zu fünf Mitarbeiter fürs Reinigen zuständig. 

Schon die Vorbereitungen für das Volksfest, die nun in ihre heiße Phase gehen, haben beinahe exponentiell zugenommen. Der Wuppermannpark bekommt einen schönen Grünschnitt verpasst, und bei der Gelegenheit werden die Bäume noch einmal von einem Fachmann der Stadt beäugt, um möglicherweise gefährliche Äste vorab zu entfernen. Im Anschluss werden einige Baum-Denkmäler eingezäunt, damit sie durch den erwarteten Besucherandrang keinen Schaden nehmen. Und dann sind da noch die Straßenschilder: Hunderte sind es laut Nolden. "Früher hat die Stadt die aufgestellt und wieder abgeholt. Und wenn alles vorbei war, kam die Kehrmaschine" Inzwischen muss er Transport und Aufstellung der Schilder sowie die Abfallentsorgung selbst organisieren – auf eigene Rechnung versteht sich.

Nachdem im vergangenen Jahr ein verwirrter Mann am Randes Auftritts der "Bläck Fööss" immer wieder etwas von einer Bombe brüllte, sei nun auch das Sicherheitskonzept noch einmal überarbeitet worden. Und aufgrund der Vorfälle an Silvester in Köln werde unter anderem für mehr Ausleuchtung rund um das Veranstaltungsgelände gesorgt.

Aber es muss sich niemand sorgen, dass Nolden aufgrund der Mehrkosten und des Mehraufwandes allzu bald kein Volksfest mehr in Schlebusch veranstalten könnte. "Solange ich es alleine auf die Bühne schaffe, mache ich das hier", sagt er. Und er es dann nicht mehr schafft? "Dann helfen wir nach", verspricht Willi Böder, Ehrenbrudermeister der Schlebuscher St. Sebastianius Schützenbruderschaft. Und dort kennt man sich mit richtig langfristigen Engagements aus. Sie richten in der kommenden Woche bereits ihr 598. Schützenfest aus, "und seit einem halben Jahr laufen bei uns bereits die Vorbereitungen für die 600. Auflage", sagt Böder.

Brings und Kasalla sollen Tausende Gäste anlocken

Bühnenprogramm Donnerstags um 11 Uhr geht es im Wuppermannpark los mit dem "Original Oberkrainer Sextett" aus Slowenien, bevor um 18 Uhr "Pit Hupperten & die Allerwertesten" auf die Bühne kommen. Freitags rocken ab 20 Uhr Brings wieder den Park. Der Samstag steht musikalisch im Zeichen der Hits von von "Pur" – gespielt von der Coverband "Abenteuerland" (19.15 Uhr). Am Sonntag macht ein Heimspiel der Leverkusener Gruppe "No Vancancy" (15 Uhr) den Anfang, bevor "Kasalla" ab 18 Uhr den Schlusspunkt setzt. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Schützenfest Während die Planungen für das 600. Schützenfest in zwei Jahren schon laufen, steht erst einmal Nummer 598 an. Gleich nach der Eröffnung auf der Schießanlage der St. Sebastianus Schützen (Opladener Straße 112a) steht dort das Königsvogelschießen an. Nach dem Königsball am Samstag (St. Andreas Pfarrsaal, 20 Uhr) werden am Sonntag an der Gezelin-Kapelle die Gezelin-Festwoche eröffnet und die Krönungsmesse gehalten (9.15 Uhr). Im Anschluss zieht der Festzug vom Waldaltar zum St. Andreas Pfarrsaal, wo ein Frühschoppen und ein Platzkonzert (ab 11.15 Uhr) geplant sind.

Kirmes Auf dem Marktplatz und der Von-Diergardt-Straße herrscht allen vier Tagen Jahrmarkt-Atmosphäre: mit Verkaufs- und Imbiss-Ständen, aber vor allem mit Fahrgeschäften, die allein durch ihren Namen für Adrenalin-Ausschüttung sorgen ("Big Wave", Breakdancer") sowie einem 38 Meter hohes Riesenrad.

Automobilausstellung Wegen des Zuspruchs in der Vergangenheit widmet die Werbe- und Fördergemeinschaft den Oldtimern erstmals eine eigene Veranstaltung: Mit der Leverkusener Old- und Youngtimer i.G. werden donnerstags von 11 bis 17 Uhr in der Fußgängerzone historische Vier- und Zweiräder gezeigt (Es gibt bereits über 40 Anmeldungen). Sonntags sind dann die Neufahrzeuge am Start – mit von der Partie sind sechs Autohäuser und ein Zweirad-Geschäft.

Trödel- und Kunsthandwerkermarkt Samstags und sonntags präsentieren sich in der Fußgängerzone rund 20 Kunsthandwerker, ihre Fertigkeiten und Produkte.

 

 

 

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