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Leverkusen
Schützenvereine wollen sich langsam öffnen

Leverkusen. Die katholischen Schützenvereine bleiben zurückhaltend gegenüber einer Mitgliedschaft von Nichtchristen, wollen aber künftig auf allzu strenge Zulassungsregeln für Führungskräfte verzichten.

Das ergab die Vertreterversammlung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) gestern in Leverkusen. In Zukunft können auch Geschiedene die Regionalverbände leiten und dem Hauptvorstand angehören. Bundesschützenmeister Emil Vogt spricht von einem "Ankommen in der Lebenswirklichkeit".

Dagegen sollen aus der Kirche Ausgetretene oder Nichtchristen, auch Muslime, nur dann aufgenommen werden können, wenn sie sich zu den christlichen Zielen der Schützenbruderschaften bekennen und ihr Bekenntnis glaubhaft machen, heißt es in einer Mitteilung zu der Versammlung.

Wie über solche Aufnahmen unbürokratisch vor Ort entschieden werden könne, solle von der Verbandsleitung noch geklärt werden. 2014 hatte der Verband versucht, einen muslimischen Schützenkönig zum Rücktritt zu bewegen, und dafür viel Kritik geerntet.

Mit der Mitgliedschaft von Homosexuellen hat der Verband nach eigener Darstellung keine Probleme mehr. Sie sollen auch Schützenkönige werden können.

(dpa/sug)
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