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Leverkusen
Schulleiter: "Sexualkunde ist immens wichtig"

Leverkusen. Sexualerziehung ist im Lehrplan der Leverkusener Schulen nach wie vor fest verankert. Fälle wie am Niederrhein, wo Schulen die Aufklärung der Jungen und Mädchen als "Schweinkram" abtun und totschweigen, seien in Leverkusen nicht bekannt, erklärt der Sprecher der Leiter der weiterführenden Schulen, Bruno Bermes.

"Sexualkundeunterricht gibt es zwar nicht als eigenständiges Fach", sagt der Leiter der Gesamtschule Schlebusch, "aber das Thema wird laut Lehrplan in den Fächern Biologie, Religion und Gesellschaftskunde im Lehrplan behandelt." Dass sich eine Schule dem Thema verweigere, sei ihm nicht bekannt. Im Gegenteil.

"Immer noch gibt es viel zu viele junge Mädchen, die schwanger werden", bedauert Bermes. Um dem vorzubeugen, sei Aufklärung enorm wichtig. "Einige Schulen sehen dafür auch Projekttage vor. Andere beziehen Experten von außen mit ein, zum Beispiel Mitarbeiter der Beratungsstelle ,Pro Familia'." Die Aufklärung über die menschliche Fortpflanzung helfe den jungen Menschen außerdem, eine gesunde Einstellung zur Sexualität zu entwickeln "und die Sprache zu entsexualisieren". Gerade in der Pubertät falle es allerdings den Heranwachsenden schwer, vor allen die Fragen zu stellen, die sie interessieren. "Deshalb erfolgt die Sexualerziehung in der Regel nach Geschlechtern getrennt. Dann müssen die Mädchen nicht kichern, wenn die Jungen etwas wissen wollen - und umgekehrt."

Aus Bayern habe er schon gehört, dass Prüderie wieder auf dem Vormarsch sei und Mädchen angehalten werden, sich nicht sexy anzuziehen. "So etwas wird es bei uns nicht geben", ist Bermes überzeugt.

(sug)
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