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Leverkusen
Schulorchester mit Filmmusik-Sound

Leverkusen: Schulorchester mit Filmmusik-Sound
Die Musiker der Marienschule steckten viel Herzblut in ihre Aufführung, die von der schuleigenen Technik-Crew tatkräftig unterstützt wurde. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Musikgruppen aus allen Klassenstufen traten beim facettenreichen Marienschul-Konzert zum Thema "Hallelujah!" auf. Von Monika Klein

"Hallelujah!" Wenn man dieses Wort als Motto für ein Konzert in den Raum wirft, dann sprudeln die Ideen nur so. Natürlich werden die meisten an Gospelarrangements und Kirchenmusik denken, mit Sicherheit an die wahrscheinlich berühmteste Vertonung des österlichen "Halleluja" in Georg Friedrich Händels Oratorium "Der Messias". Der stand zwar nicht wirklich auf dem Programmzettel beim Winterkonzert in der Opladener Marienschule. Aber das bekannte musikalische Thema wurde als Pausenglocke eingesetzt und in Notenschrift säumte es als Fries die Wand der Aula, die bei zwei Aufführungen gut besucht war.

Aus dem Bereich Kirchenmusik schöpfte ansonsten keine der beteiligten Gruppen vom Unterstufenchor bis zu den angehenden Abiturienten im Leistungskurs der Stufe 12. Gospels waren erst im zweiten Teil des Abends zu hören. Das Orchester reihte sogar mehrere bekannte traditionelle Melodien in einer "Gospelsuite" aneinander und vermittelte damit unterschiedliche Stimmungen. Zuvor hatte sich das derzeit üppig und klanglich ausgewogen besetzte Ensemble in einem ganz anderen Genre getummelt, nämlich in der Filmmusik. Ein Titel wie "Vier Fäuste für ein Hallelujah" bietet sich natürlich an, vor allem, wenn die Musik, die hier in einem Medley zusammengefasst wurde, von einer Filmmusik-Koryphäe wie Ennio Morricone stammt. Den dichten, satten Sound, den man dafür braucht, lieferte die derzeitige Orchesterbesetzung ohne Frage. Die Bläsergruppe ist ausgesprochen stark. Und weil derzeit 16 Streicher mitspielen, stimmt auch die Balance. "Zwei Hörner hatte ich noch nie", weiß Leiter Klaus Lowinski die derzeit komfortable Situation zu schätzen. Zum Glück gebe es auch schon reichlich Nachwuchs in den unteren Klassen. Grundsätzlich seien die Schüler hoch motiviert. Beispielsweise hat Noa Goedejohann für ihr Solo bei "Spiel mir das Lied vom Tod" sogar extra Mundharmonika gelernt. Viel Einsatz zeigten auch die Jüngsten im Chor der Stufen fünf bis acht, die unter der Leitung von Lehrerin Almuth Giebisch mit ganz unterschiedlichen Hallelujah-Varianten eröffneten - auswendig und mit spürbarer Freude an der Musik.

Viel Herzblut investierte der Musikleistungskurs Stufe 11 (Leitung Monika Löhr) in den Elvis Presley Song "Cant' help falling in love" mit reicher Instrumentalbegleitung von Saxofon, Viola, Gitarre, Querflöte, Ukulele und Klarinette. Während die Zwölfer auf guten alten Beat von The Monkeys setzten: "I'm a believer". In diesem Block gab es sogar eine Uraufführung. Von Jana Schubert, die vorher den Chor am Klavier begleitet hatte, stammte die Ballade "One soul in two bodies". Unterstützung bei fast allen Beiträgen gab Musiklehrer Joachim Riemen am E-Bass, am Schlagzeug war Benedict Weiß gefordert. Für zehn Mitwirkende war es der definitiv letzte Auftritt bei einem Schulkonzert, denn sie werden sich bald mit dem Abi in der Tasche verabschieden.

Ohne eine starke und einsatzbereite schuleigene Technik-Crew, die nach Großeinsatz an Karneval bei Proben und Aufführungen arbeiteten, wären die Veranstaltungen nicht möglich gewesen.

Quelle: RP
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