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Leverkusen
Schutz vor Horror-Clowns wird Thema an Schulen

Vorfälle mit Horror-Clowns in der Region
Vorfälle mit Horror-Clowns in der Region
Leverkusen. Angriffe und Bedrohungen durch Horror-Clowns sind kein Scherz mehr. Darauf weist die Polizei nach Vorfällen in der Leverkusen hin. 

Und das sieht auch Bruno Bermes, Sprecher der Leiter der weiterführenden Schulen in Leverkusen, so. "Jemanden als Horror-Clown zu bedrohen, ist ein ganz anderes Kaliber, als sich hinter einem Baum zu verstecken und jemanden zum Spaß zu erschrecken", sagt der Leiter der Gesamtschule Schlebusch.

Vorgeschrieben sei es jetzt nach den Herbstferien nicht, die Angriffe der Verkleideten zu thematisieren. "Aber ich gehe davon aus, dass die Lehrer auch an anderen Schulen dies in den Orientierungsstunden, im Religionsunterricht oder in jedem anderen Unterricht aufgreifen, wenn die Schüler dazu Fragen haben." Es sei wichtig, die Sorgen der Kinder und Jugendlichen Ernst zu nehmen.

Dazu gehöre auf der einen Seite, ihnen klar zu machen, welche Wirkung solche Auftritte auf die Opfer haben. Auf der anderen Seite gelte es, Hilfestellung zu geben. "Die Schüler werden sicherlich wissen wollen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie einem solchen Clown begegnen."

Die Gefahr, dass ganze Horror-Clown-Gruppen zu Halloween den Schulhof bevölkern, gibt es an der Gesamtschule Schlebusch nicht. "Wir machen an unserer Schule keine Halloween-Party", sagt Bermes. Und zwar ganz bewusst. "Das ist kein Fest, das in unseren Breiten Tradition hat. Die Amerikaner können es gerne feiern. Wir jedoch haben St. Martin." Zu St. Martin hätten die Kinder genügend Gelegenheit, Süßigkeiten zusammenzusammeln. Dafür brauche man kein Halloween.

"Es ist mir klar, dass das ein Wirtschaftsfaktor ist und die Geschäfte mit Halloween Umsatz machen." Das sei auch gut für die Steuereinnahmen. "An der Schule müssen wir das aber nicht unterstützen", findet Bermes.

(sug)
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