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Leverkusen
Schwarzbuch listet Mülleimer "Toluca"

Leverkusen. Leverkusen hat es ins aktuelle Schwarzbuch des Bunds der Steuerzahler geschafft.

In seinem neuesten Werk prangert der Bund 21 Fälle von öffentlicher Verschwendung in Nordrhein-Westfalen an. Die Chemiestadt sei im vergangenen Jahr negativ aufgefallen mit der Anschaffung von 30 Edel-Mülleimern für die Innenstadt: Das Modell "Toluca" kostet laut Steuerzahlerbund pro Stück 1258 Euro. Die Design-Abfalleimer, mit denen der damalige Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn die Leverkusener City hübscher machen wollte, waren ein Reinfall, der die Stadt zum Spottobjekt vieler Satire-Sendungen im Fernsehen machte.

Der Schwerpunkt des Schwarzbuchs in diesem Jahr zeige, "wie die Bundesländer Unternehmer spielen - und scheitern", erklärte der Landesverband NRW des Steuerzahlerbunds gestern. Oft gehe der Staat gedankenlos mit dem Geld der Steuerzahler um. So sei etwa die NRW-Casinogesellschaft Westspiel mit einem "Betriebsausflug der Extraklasse und jährlichen Reisen zu Fachmessen rund um die Welt" negativ aufgefallen. Insgesamt halte sich NRW aber mit landeseigenen Wirtschaftsunternehmen zurück.

Der Bund der Steuerzahler kritisierte auch das Essener Fußballstadion, dessen Bau- und Betriebskosten immer höher geworden seien. Teurer geworden seien auch in Köln der Umbau der Oper und der Bau des Rheinboulevards, in der Eifel die Sanierung der Burg Vogelsang.

(epd/pec)
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