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Leverkusen
Sechs Einbrüche in einer Woche - Blut verrät einen Täter

Leverkusen. Das deutlich sichtbare Blut an seinen Händen hat am Sonntagnachmittag einen mutmaßlichen Einbrecher verraten. Der 51-Jährige war auf der Flucht vor der Polizei. Anwohner lotsten die Beamten zum Versteck des Mannes.

Wenig später klickten die Handschellen bei dem Wohnsitzlosen. Er kam ins Klinikum Schlebusch zur stationären Behandlung und wurde dort dann bis gestern bewacht. Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl beantragt.

Insgesamt gab es vom 11. bis zum 18. Juli in Köln und Leverkusen 52 Einbrüche: 26 gelangen, 26 blieben im Versuch stecken. Davon registrierte die Polizei zwei Einbrüche und vier Einbruchsversuche in Leverkusen. Tatorte: Hitdorf (Grünstraße), Quettingen (Feldstraße), Steinbüchel, Schlebusch und Küppersteg (nahe Stelzeautobahn).

Der Vorfall am Sonntag ereignete sich laut Polizeiangabe gegen 16 Uhr in Steinbüchel. Der 51-jährige mutmaßliche Täter hatte mit einem 19-jährigen Kumpan versucht, in die Erdgeschoßwohnung eines Mehrfamilienhauses am Theodor-Heuss-Ring zu kommen. Zeugen alarmierten die Polizei. Als eine Streife am Tatort vorfuhr, flüchteten die beiden Verdächtigen. "Aufgrund des unwegsamen Geländes verloren die Beamten sie zunächst aus den Augen", hieß es später im Protokoll.

Und wieder halfen Zeugen weiter. Sie hatten die flüchtigen Einbrecher in einer Wohnsiedlung an der Käthe-Kollwitz-Straße laufen sehen. Ein guter Tipp: Polizisten entdeckten den 19-Jährigen an der dortigen Schule und nahmen ihn fest.

Zu dieser Zeit hatte der 51-Jährige bei seiner Flucht einen Stabmattenzaun überklettert. Dabei verletzte er sich schwer an den Händen. Bewohner eines Hauses in der Hermann-Hesse-Straße gaben den ausschlaggebenden Hinweis auf den laut Polizei "stark blutender Mann". Die Täterbeschreibung der ersten Zeugen passte, also: Festnahme.

Die Tatverdächtigen sind beide wohnsitzlos und kamen deshalb ins Gefängnis.

(US)
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