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Leverkusen
Segelfreizeit auf dem Ijsselmeer

Leverkusen. Trotz des riesigen Altersunterschieds hat man schnell zueinandergefunden: Während die Gäste zwischen elf und 17 Jahren jung waren, hatte ihr Fortbewegungsmittel bereits 123 Jahre auf dem Buckel. Die Rede ist den Teilnehmern der Segelfreizeit der Evangelischen Kirchengemeinde Witzhelden, die in diesem Jahr mit dem 1893 gebauten, aber längst modernisierten Charterschiff "Wilhelmina" über das Ijsselmeer schipperten. Eine Woche lang hieß es für die 20 Jugendlichen an Bord: Großsegel hissen, Fender schleppen, Knoten üben.

Den Instruktionen von Skipperin und Maat folgend, steuerten die Gäste aus Witzhelden, von denen viele bereits im vorigen Jahr bei der Segelfreizeit an der Küste der Niederlanden dabei waren, unter anderem Makkum, Enkhuizen und Lemmer an. Neben Segeln und Kochen blieb aber auch genug Zeit für Spiel und Erholung. So wurde zum Beispiel eine unbewohnte Insel besucht, auf der sich die jungen Besucher austoben konnten, bevor der Abend bei Stockbrot und Rätselgeschichten am Lagerfeuer verbracht wurde. Daneben genossen es viele der Teilnehmer, immer wieder mal vom Schiff herunter ins Wasser zu springen.

Während draußen die Weite von Kanälen, Meer und Seen entdeckt wurde, ging es unter Deck recht beengt zu. Die Jugendlichen teilten sich Zweier- und Viererkajüten. "Es ist schon ziemlich eng auf dem Schiff. Aber wenn jeder auf den anderen achtet, dann geht das schon", sagte Teilnehmerin Sabrina Schaffer, und die Leiterin der Freizeit, Anette Dabringhaus, ergänzte: "Es ist schon eine Herausforderung mit der Enge auf dem Schiff klarzukommen. Das geht nur mit gegenseitigem Respekt und echtem Bemühen von allen." Und das brachten die Jugendlichen fast durchgängig auf - selbst Themen mit gerhörigem Konflikt-Potenzial wie Aufräumen oder Musikauswahl sorgten allenfalls für kleinere Differenzen.

(rz)
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