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Adventskolumne Calm Down (1)
Sich Zeit nehmen für Kinder

Leverkusen. Seit drei Jahren liest die heute 71-jährige Hildenerin Marlies Seeger-Flammersfeld in einer Caritas-Kita als Vorlesepatin vor. "Die Leute haben heutzutage keine Zeit mehr, sie setzen ihre Kinder vor den Fernseher", bedauert sie. Doch auch Bücher bieten den Kindern völlig neue Welten, "und sie lernen für später die korrekte Rechtschreibung", ist sie überzeugt. "Vorlesen ist für Kinder der erste Einstieg in die Welt der Literatur. Die Art des Vorlesens hat wesentlichen Anteil daran, ob ein Kind später selber Bücher liest oder nicht", sagt Helga Schwarze, die als Bibliothekarin bei der evangelischen Fachstelle für Bibliotheken angestellt ist und dort kirchliche Bibliotheken berät und die meist ehrenamtlich tätigen Vorlesepaten für ihre Arbeit schult. So helfen kleine Tricks, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Um die Kinder aufs Vorlesen einzustimmen, helfen beispielsweise Rituale. Bevor sie ins Buch blickt, macht Seeger-Flammersfeld mit den Kindern Fingerspiele. "Danach dürfen sie den Lesekoffer aufmachen. Sie stürzen sich regelrecht auf die Bücher." Gemeinsam sucht die Gruppe ein Buch aus. Seeger-Flammersfeld liest nicht nur daraus vor, sie tritt spricht mit den kleinen Zuhörern. "Ich mache Pausen und erkläre alle Wörter, die für die Kinder fremd sind." So haben alle etwas davon: "Ich gehe mit einem super Gefühl nach Hause." arue

Im Advent öffnen wir 24 Türchen zu Dingen, die in der Vorweihnachtszeit helfen, den Alltag zu entschleunigen. Die Briten nennen's "Calm Down" - sich beruhigen.

Quelle: RP
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