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Straße in Opladen soll attraktiver werden
Sicherheitsexperte berät Stadt zur Bahnhofstraße

Straße in Opladen soll attraktiver werden: Sicherheitsexperte berät Stadt zur Bahnhofstraße
Andrea Deppe (Stadt), Ann-Marie Krewer (So.Con), Silke de Roode (Stadt), Frank Obermaier (WfL), Nexhat Musli (Händler) und Rainer Bertelsmeier (WfL, v.l.) arbeiten mit anderen an der Zukunft der Bahnhofstraße. FOTO: L. Hauser
Leverkusen. Die Stadt und Unterstützer haben Gewerbemieter und Eigentümer an einen Tisch geholt, um über die Zukunft der Bahnhofstraße zu sprechen. Ein Problem ist die Kriminalität. Von Ludmilla Hauser

Nexhat Musli kehrt vor seiner eigenen Tür. Im wahren Wortsinn. Musli gehört der Schlüsseldienst an der Bahnhofstraße, und seit Kurzem hat er ein Auge auf zwei Bäume an seinem Laden, hält die Einfassungen sauber. "Wenn jeder das macht, dann sieht es an der Bahnhofstraße bald besser aus."

Musli hat mitgemacht bei den drei Workshops, die die Stadt mithilfe des So.Con-Instituts der Hochschule Niederrhein/Mönchengladbach im April und Mai für Immobilieneigentümer und Geschäftsleute veranstaltet hat. Thema: die Bahnhofstraße - Gegenwart und Zukunft.

Dass die Straße gerade im Zusammenhang mit dem Stadtteilentwicklungskonzept Opladen eine hat, davon sind alle Akteure überzeugt. Baudezernentin Andrea Deppe fasst zusammen: "Die Straße ist ein wichtiger Verbindungsbereich zwischen der Fußgängerzone und dem neuen Einkaufsareal an der Bahnstadt-Westseite." Doch noch hat die Straße ein Imageproblem. Das haben auch die Workshop-Teilnehmer so gesehen. "Unter anderem ging es um Sicherheit und Sauberkeit, dabei waren auch Ordnungsamt und Polizei vertreten", sagt Dr. Ann-Marie Krewer von So.Con. Die Alltagsfachleute, also Hauseigentümer und Gewerbemieter, hätten von der Drogenkriminalität auf der Straße berichtet. Polizei und Ordnungsamt hätten die Dinge aus ihrer Sicht geschildert. "Es ging bei den Workshops um Perspektivaustausch. Um partnerschaftlichen Dialog, nicht um Fronten und Hierarchien."

Umbau beginnt noch dieses Jahr

Es ging auch um konkrete Lösungen. Zum Thema Sicherheit sei etwa ein Sicherheitsberater der Polizei eingeschaltet. "Eines ist klar", merkt Krewer an, "wenn wir das Thema Sicherheit nicht angehen, dann brauchen wir mit allem anderen nicht weiterzumachen." Und weiter wird es gehen: Offizieller Start für den Umbau der Bahnhofstraße soll noch in diesem Jahr sein, Bagger rollen laut Stadt ab Frühjahr 2018.

Bis dahin soll sich aus den bisher wenig untereinander vernetzen Geschäftsmietern und Eigentümern der Bahnhofstraße eine Standortgemeinschaft bilden, die auch von sich aus Aktionen wie etwa ein Straßenfest initiiert - Vorbild: die Interessen- und Standortgemeinschaft Wiesdorf, die unter anderem die Informationsstelen in der City auf den Weg brachte, sagt Frank Obermaier von der Wirtschaftsförderung (WfL). Die hat noch eine gute Nachricht dabei: Im leeren Ladenlokal (ehemaliges Fahrradgeschäft) an der Ecke Gerichtsgässchen stecken die Eigentümer gerade in der Bauantragsphase für ein neues Restaurant "mit modernem Konzept".

Kommenden Dienstag, 18. Juli, sitzen Stadt und Bahnhofstraßen-Akteure wieder zusammen. Dann geht es um die Frage, wie man die Baustellenzeit so gestalten kann, dass trotzdem die Kundenfrequenz erhalten bleibt. Auch für die Kölner Straße soll es solch' eine Runde geben. "Das muss man jetzt angehen", betont Stadtteilmanagerin Silke de Roode. "Vier Wochen vor Baustart ist das zu spät." Bis mindestens dahin und darüber hinaus soll nun aber vor allem eines geschehen: Die Alltagsexperten der Bahnhofstraße sollen untereinander und mit der Stadt im Austausch bleiben. Nexhat Musli ist auf jeden Fall dabei.

Quelle: RP
 
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