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Leverkusen
Singende und klingende Luminaden

Leverkusen: Singende und klingende Luminaden
Auch viele Kinder beteiligten sich am traditionellen Weihnachtssingen und -musizieren in den Luminaden. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Beim Weihnachtssingen und -musizieren in den Luminaden füllten sich alle Plätze ganz schnell mit Zuhörern. Von Monika Klein

Nie scheint das Bedürfnis zu singen größer als in der Adventszeit. Deswegen ist die Traditionsveranstaltung unter dem Motto "Kommt! Wir singen Weihnachtslieder", die das Bayer Blasorchester und der Männerchor Bayer seit Jahrzehnten gemeinsam durchführen, auch nach wie vor ein Renner. Die Besucher lassen sich nie lange bitten, sie stimmen gleich beim ersten gemeinsamen Lied mit ein. Das war auch beim weihnachtlichen Singen und Musizieren dieses Mal so.

Schon eine Viertelstunde vor Beginn waren die vordersten Plätze auf beiden Etagen in den Luminaden belegt. Oben stand in der ersten Reihe ein Rollstuhl neben dem anderen. Denn für die Bewohner des nahe gelegenen Seniorenheims bietet die offene Veranstaltung eine willkommene Abwechslung. Die Sitzplätze von Eiscafé und Restaurant waren sowieso alle längst besetzt.

Wer die Ankündigung nicht gelesen hatte, wurde vom Blasorchester herbeigerufen. Unter der Leitung von Pierre Kuijpers machte es den Anfang mit "An English Christmas", einer Komposition mit vielen bekannten weihnachtlichen Melodien von der Insel. Programme mit Liedtexten waren vorher verteilt worden, so dass alle gleich in das erste gemeinsame Lied einstimmen konnten: "O Tannenbaum". Im Erdgeschoss standen ganze Familien, viele noch mit Kinderwagen, die ihre mitwirkenden Kinder begleitet hatten.

Zum sechsten Mal begrüßten die beiden Moderatoren Beate Lawen und Klas Hilger den Chor der Katholischen Grundschule und der GGS Dönhoffstraße. Die jungen Sänger hatten sich auf der Treppe in der Mitte aufgestellt und so die beste Sicht auf ihren Leiter Christian Röske, der sie auf dem Keyboard begleitete. Vier Lieder hatten die Kinder für diesen Auftritt vorbereitet: mit "Alle Jahre wieder" ein traditionelles neben neueren Weihnachtsliedern. Die machten offenbar am meisten Spaß, vor allem der Song der Sechs Zylinder über "Tausend tolle Plätzchen", die man keineswegs runterschlucken darf, um nur ja nicht zu platzen.

Weniger weihnachtlich und mäßig kindgerecht war der Abschluss mit einem alten Schlager von Peter Maffay "Über sieben Brücken musst du gehn." Ihre Gage erhielten die Chorkinder in Form von Naturalien, zusätzlich zu den Weckmännern, die auch an die mitsingenden Besucher verschenkt wurden, gab es noch einen Schokoladennikolaus.

Der Männerchor Bayer hatte noch weitere Chorsätze dabei, vor allen Dingen einen, der in keinem Weihnachtskonzert fehlen darf: "Winternächtges Schweigen", das sicher auch nächste Woche zu hören ist, wenn der Bayer-Chor an drei Abenden im Altenberger Dom auftritt. Wenn nicht im Programm vorgesehen, so dürfte es doch sicher unter den Zugaben sein. Voll klang es, als alle das feierliche "Tochter Zion" anstimmten.

Passend dazu schob das Bayer Blasorchester eine andere bekannte Komposition nach: Georg Friedrich Händels "Every Valley", die instrumentale Bearbeitung eines englischen Vokalsatzes aus dem deutschen Oratorium "Der Messias". Wer nach dem gemeinsame Schluss "Oh du fröhliche" dann nicht genug hatte, brauchte nur in die Rathaus-Galerie zu gehen. Auch da gab es Bläsermusik - vom Feuerwehr-Musikzug.

Quelle: RP
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