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Serie Evonik Kinderuni
So sorgen eure Tastzellen nicht nur für Fingerspitzen-Gefühl

Leverkusen. Berührungen spüren wir am ganzen Körper. Aber wir sind nicht überall gleich empfindlich. Warum, erklärt die Evonik Kinderuni mit einem Experiment. Von Verena Bretz

Als Paula aus der Dusche kommt, entdeckt Max auf dem Rücken seiner Schwester Kratzer. "Was ist dir denn da passiert?", fragt er. "Ich bin gestern beim Verstecken an einem Dornenbusch hängen geblieben", sagt sie. "Aber komisch - ich habe das gar nicht gespürt." Kein Wunder: Am Rücken sind wir viel weniger empfindlich als beispielsweise an den Fingerspitzen. Mit einem Experiment könnt ihr feststellen, dass unterschiedliche Körperstellen unterschiedlich empfindlich sind.

Zuerst verbindet ihr einer Testperson die Augen. Sie soll nichts sehen, sondern nur fühlen. Dann biegt ihr eine Büroklammer so auf, dass die beiden Enden ganz dicht beieinander sind. Ihr könnt auch zwei Bleistifte in etwa einer Fingerbreite Abstand nebeneinander halten. Nun drückt ihr die beiden Spitzen von Büroklammer oder Bleistift ganz vorsichtig und gleichzeitig auf den Unterarm der Testperson. Fragt sie, wie viele Spitzen sie fühlt. Versucht es auch mit nur einer Spitze. Spürt die Testperson einen Unterschied? Wiederholt den Versuch auf der Innenfläche der Hand und an den Fingerspitzen.

Ihr könnt danach den Abstand zwischen den beiden Spitzen vergrößern und das Experiment wiederholen. Eure Versuchsperson muss immer noch sagen, wie viele Spitzen sie fühlt. Und nun vergrößert ihr den Abstand zwischen den Spitzen ein zweites Mal. Ihr könnt auch auf andere Körperstellen piksen, etwa auf den Rücken, den Oberschenkel, die Zehen oder die Fußsohle.

An welchen Stellen kann die Testperson am besten erkennen, ob es eine oder zwei Spitzen sind? Es sind höchstwahrscheinlich die Fingerspitzen. Auf den Innenflächen der Hand muss der Abstand zwischen den Spitzen ein bisschen größer sein, damit es klappt. Und auf dem Unterarm oder dem Rücken ist der weiteste Abstand nötig, damit die Testperson zwei Spitzen erkennt.

Unsere Haut merkt, wenn sie berührt wird. Dafür sind bestimmte Sinneszellen nötig, die den Druck erkennen. Sie heißen Tastzellen. Diese Tastzellen haben wir am ganzen Körper. Aber sie sind unterschiedlich verteilt. An den Fingerspitzen haben wir ganz viele Tastzellen, die dicht beieinander liegen. Daher sagt man auch, dass jemand "Fingerspitzen-Gefühl" hat. Auch Lippen, Zungenspitze und Fußsohlen sind sehr empfindlich.

An den Unter- und Oberarmen und auf dem Rücken liegen die Sinneszellen viel weiter auseinander. Deshalb hat eure Testperson dort wahrscheinlich nicht gespürt, ob ihr sie mit einer oder zwei Spitzen gepikst habt.

Das hat wohl erst geklappt, als der Abstand zwischen den beiden Spitzen groß genug war.

Quelle: RP
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