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A1-Rheinbrücke bei Leverkusen
So wollen Trucker die Lkw-Sperren überlisten

Die Lkw-Sperre am Ende der A59/Auffahrt A1
Leverkusen. Einige Lastwagenfahrer haben versucht, die Lkw-Sperre an der Leverkusener A1-Brücke zu umgehen: Sie rasten unter der sich senkenden Schranke hindurch. In Köln-Niehl fahren indes immer mehr Transporter durch die Sperre, um Zeit zu sparen. Von Sebastian Fuhrmann

Die Lkw-Sperre an der A1-Rheinbrücke funktioniert so: Fährt ein Fahrzeug mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen über die Waage vor der Sperre, schaltet eine Ampel am Eingang der Sperre auf Rot. Am Ende der Anlage senkt sich eine Schranke. Das zu schwere Fahrzeug muss davor halten. Es wird von einem Verwaltungsmitarbeiter von der Fahrbahn geführt. 

Bis sich die Schranke gesenkt hat, dauert es einige Sekunden. Einige Lkw-Fahrer nutzten das in der Vergangenheit aus. Statt mit den in der Sperre erlaubten 40 km/h brausten sie deutlich schneller durch die Anlage, um noch unter der Schranke hindurchzukommen. "Wir hatten dieses Problem an der Sperre in Niehl, inzwischen ist es gelöst, indem eine weitere Ampel aufgestellt wurde", sagt Timo Stoppacher, Sprecher von Straßen NRW. "Die Zahl der Fälle war einstellig."

Probleme in Köln-Niehl

Täglich fahren sich nach Angaben des Landesbetriebs rund 150 zu schwere Fahrzeuge in den vier Sperren an der A1-Brücke fest. An den beiden Sperren auf der Autobahn 1 und im Kreuz Leverkusen-West sei die Zahl rückläufig, erklärt Stoppacher. Nicht so aber an der Sperre in Köln-Niehl: Dort fahren pro Tag rund 100 Fahrzeuge in die Sperre - viele davon, um Zeit zu sparen.

Der Grund: Lkw, die aus Richtung der Niehler Ford-Werke an der Emdener Straße kommen, konnten früher auf die Industriestraße auffahren, um auf die A1 nach Koblenz zu gelangen. Heute stoppt sie dort eine Sperre. Für die Fahrer ist eine Umleitung über das Niehler Ei ausgeschildert. "Fahrer beklagen, dass sie für die Umleitungsstrecke, die nur wenige Kilometer lang ist, eine Stunde brauchen", erklärt Stoppacher. Also fahren sie durch die Sperre - jedoch nicht, um auf die Brücke zu gelangen, sondern auf die A1 in Fahrtrichtung Koblenz. 

 
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