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Briefmarkensammler Bayer Leverkusen
Sonderbriefmarke zum Vereinsjubiläum

Briefmarkensammler Bayer Leverkusen: Sonderbriefmarke zum Vereinsjubiläum
Briefmarkenfreunde:. Manfred Mengel (links) mit dem Sonderbogen zum Vereinsjubiläum, Heinz Grimm (rechts) hält den Sonderstempel. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Seit 60 Jahren ist der Briefmarken Sammlerverein Bayer Leverkusen für Philatelie-Liebhaber ein perfekter Sammel-Treffpunkt. Von Tobias Falke

Der Vorsitzende des Vereins, Manfred Mengel, ist dankbar für die Philatelisten, die sich am 6. Januar 1957 im Bayer-Erholungshaus zusammengefunden haben, um nach intensiver Diskussion einen Briefmarkensammlerverein zu gründen.

Der ehemalige Bayer-Mitarbeiter entwickelt so Leidenschaft zum Sammeln von Briefmarken. Die Mitgliederzahlen schossen im Laufe der Jahrzehnte durch die Decke. 700 Mitglieder waren zu Spitzenzeiten. Doch mittlerweile ist das Sammeln der klassischen Briefmarke zu einem aussterbenden Hobby geworden. Die Vereinsmitgliederzahl ist niedriger als deren Durchschnittsalter und Nachwuchs nicht in Sicht. Laut Menzel interessiert sich der Leverkusener aufgrund der Digitalisierung nicht mehr für Briefmarken. E-Mails ersetzen den klassischen Brief, damit müsse man sich abfinden.

Dabei ist der Verein noch richtig aktiv. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden zahlreiche Ausstellungen gezeigt und Sonderstempel, Briefmarken oder Postkarten ausgegeben. So befinden sich im Besitz des Vereins unter anderem historische Ansichtskarten aus mehreren Teilen der Stadt Leverkusen - zum Beispiel eine Dorfansicht Wiesdorfs aus dem Jahr 1900 oder einen "Gruss aus Opladen" mit Bildern von der Wupperbrücke, Post, Remigius- und Bielertkirche aus dem Jahr 1917. Zur Jubiläums-Ausstellung im evangelischen Gemeindezentrum war passenderweise eine der umfangreichsten Briefmarkensammlungen in Deutschland zum Thema "Martin Luther und die Reformation" zu sehen. Die Ausstellung zeigt in ihrem Hauptteil chronologisch geordnet wichtige Lebensstationen Martin Luthers sowie Exponate von Personen und Orten, die mit dem Reformator in Beziehung standen. Sogar Briefe aus der damaligen Zeit, in der noch keine Briefmarken vorhanden waren, wurden gezeigt.

Und zu beiden Jubiläen gab es zu diesem besonderen Tag eine Sonderbriefmarke, die von der Post als Wertzeichen anerkannt wurde. Zu sehen war auf dem Briefmarkenstempel unter anderem das Bayer-Logo und Martin Luther. "Der Verein erstellt das Briefmarkenlogo selbst und schickt es dann ein. Nach erfolgreicher Prüfung wird die Stempelplatte gedruckt und kann an diesem Tag verwendet werden", erklärte Heinz Grimm. Der Postbeamte arbeitet im Bereich "Erlebnis: Briefmarken-Team" in Düren, das sich hauptsächlich um Sonderstempel kümmert. Er brachte zur Ausstellung eine mobile Poststation mit, an der Briefe angenommen und abgestempelt wurden und an der auch einzelne Briefmarken gekauft werden konnten. Doch der große Andrang blieb aus. Fast nur das ältere männliche Semester war vertreten. Das hatte seine Freude am Betrachten des historischen Erhalts der lutherischen Geschichte. Infos: www.bsv-bayer.de

Quelle: RP
 
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