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Leverkusen
Spannende Bilder zwischen Fotografie und Malerei

Leverkusen. Annemarie Schier und Udo Fischer befinden sich im Ruhestand. Doch das ist nicht das Einzige, was die Beiden verbindet - die Kunst führt sie nun zu einer gemeinsamen Ausstellung namens "Begegnung - Fotografie und Malerei im Dialog", die aktuell im Spektrum in der Virchowstraße in Schlebusch zu sehen ist. Die gelernte Innenarchitektin spezialisiert sich dabei auf Zeichnungen. Von Tobias Falke

Man merkt ihren Werken ihre ehemalige Berufung an - sie bilde die Grundlage für ihre Komposition. Erst wenn die Strukturen und Formen vollendet sind, beginnt für sie die Malerei. Stark expressionistisch und kraftvoll zeigt sie Orte in ihrer tiefen Abstraktheit.

Ein weiteres Merkmal sind ihre Spiegelungen, in denen Menschen oftmals im Vordergrund stehen. "Eine Stadt ohne Menschen ist doch nichts", sagt sie selbst. Und so präsentiert Schier unter anderem ein Werk von der Opladener Fußgängerzone, in dem erst die gezeichneten Menschen dem Bild Ausdruck verleihen. Sie beleben die Szenerie und führt dem Betrachter des Bildes ein wohlfühlendes urbanes Leben vor Augen.

Einige Besucher der Vernissage fragen bei der Betrachtung der Bilder nach, welche denn nun Malerei seien und welche Fotografie. Dies liegt daran, dass auch Udo Fischer es versteht, mit seinen Werken zu verschmelzen. Im Gegensatz zu einem professionellen Fotografen, der ein Abbild der Wirklichkeit darstellt und sich hinter der Linse versteckt, ist er Teil des Gesamten.

Als Kaufmann musste er sich in seiner beruflichen Laufbahn hauptsächlich in fünf Ländern aufhalten, deren Eindrücke ihn inspiriert hätten. "Eigentlich hat alles mit der Reisefotografie angefangen", erzählt er. Er experimentiert gerne, arbeitet viel mit Unschärfe, Belichtungszeit und Bewegung. Die Verfremdung der Farben machen seine Bilder zu wertvollen künstlerischen Objekten. In der aktuellen Ausstellung findet man so Bilder vom Japanischen Garten oder dem Ophovener Weiher. Dabei würde man die Szenerie gar nicht erkennen, würde die Bildinfo dies nicht verdeutlichen.

Dass die beiden Künstler in der Leverkusener Kunstszene angesehen sind, zeigen die Besucherzahlen der Vernissage. Rund 15 Stühle sind zu Beginn der Veranstaltung gerichtet. Doch der Raum füllt sich so schnell, dass noch weiter bestuhlt werden muss. Am Ende sind fast 100 Gäste anwesend, die den Begrüßungsworten des Vorsitzenden des Spektrums, Egon Baumgarten, lauschen.

Die Ausstellung ist bis zum 3. September immer samstags von 15 bis 18 Uhr (Spektrum, Virchowstraße 43) geöffnet. Die Bilder sind zu erwerben.

Quelle: RP
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