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Leverkusen
Spiel, Spaß und Kinderrechte - das passt

Leverkusen: Spiel, Spaß und Kinderrechte - das passt
Kinder weisen mit einem selbst gebastelten Schild auf den Weltkindertag hin. Der Tag etablierte sie Ende der 80er Jahre in der Bundesrepublik. FOTO: Stratenschulte/dpa
Leverkusen. Kinderschutzbund und Stadt richten zum Weltkindertag ein Familienfest im Wildpark Reuschenberg aus. Von Moritz Gammersbach und Ludmilla Hauser

Die eigenen Rechte kennenlernen und dabei auch noch Spaß haben. Das geht. Wie, das zeigt der Weltkindertag seit etlichen Jahrzehnten. 1954 nahmen die Vereinten Nationen eine Idee der US-Organisation "International Union for Child Welfare" auf, die schon früher für einen solchen Tag geworben hatten. Die Idee stieß auf Zustimmung - "ein Jahr später beteiligten sich 40 Länder daran", berichtet das Deutsche Kinderhilfswerk und schließt an: "Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten gefeiert." Auch in Deutschland. Und auch in Leverkusen. Der örtliche Kinderschutzbund veranstaltet das Fest nicht am eigentlichen Datum, das wäre für Deutschland der 20. September, in diesem Jahr ein Mittwoch, sondern drei Tage früher, am Sonntag, 17. September.

Es ist das zweite Fest anlässlich des Tages, das der Kinderschutzbund Leverkusen dann von 11 bis 17 Uhr im Wildpark Reuschenberg organisiert. "Wir sind froh, dass uns die Stadt und die Bürgerstiftung durch ihre Spenden helfen, den Weltkindertag zu ermöglichen", sagt Almuth Turkowski, die Vorsitzende des Kinderschutzbundes. Die Kosten für die Veranstaltung beziffert sie auf 4000 bis 4500 Euro. Dafür gibt es ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm.

Unter anderem eine Bewegungsbaustelle, an der Kinder mit verschiedenen Materialien etwas bauen können, und für Älteren einen Kletterpark. Die einzelnen Stationen vermittle den jungen Besuchern das Recht auf Spielen und zeige ihnen ihre Stärken und Schwächen, heißt es vom Verein. "Eine weitere Aktion ist eine Märchenerzählerin, die den Kindern in einem Zelt im Wald Märchengeschichten vorliest", berichtet Helmut Ring. Dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kinderschutzbundes liegen Märchen besonders am Herzen. Er sagt: Sie sind für Kinder lehrreich.

Auch die Stadt beteiligt sich personell und mit einem Angebot am Programm: "Wir veranstalten das Chaos-Spiel, das aus einer Mischung aus Schnitzeljagd und Würfelspiel besteht", berichtet Stefanie Schlosser von der Stadt. Auch dabei könnten Kinder und Eltern etwas über die Kinderrechte lernen, verspricht sie. Bürgermeister Uwe Richards, selbst Vater eines (mittlerweile erwachsenen) Sohnes hat sich den Termin freigehalten und wird gegen 16 Uhr vor Ort sein. "Zuvor wird die Musikband der Hugo-Kükelhaus Schule für geistig und körperlich eingeschränkte Kinder für musikalische Unterhaltung sorgen", sagt Turkowski. Für sie ist es besonders wichtig, dass auch diese Kinder beim Fest mitmachen können, weil gerade das die Integration von körperlich und geistig Eingeschränkten verbessere, merkt die Vereinsvorsitzende an.

Dass dieser Tag überhaupt hierzulande Beachtung findet, war nicht immer so. "Über lange Jahre wurde der Weltkindertag in Deutschland von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Erst seit 1989, als das Deutsche Kinderhilfswerk begann, diesen Tag mit einem Kinder- und Familienfest zu feiern und auch politische Forderungen zur Durchsetzung der Kinderrechte zu erheben, begann der 20. September, sich in der Bundesrepublik zu etablieren", erinnert das Hilfswerk an die geschichtliche Entwicklung. Mittlerweile werde in mehr als 400 Städten und Gemeinden der Tag gefeiert.

Manuel Bast von der Bürgerstiftung Leverkusen ist stolz darauf, dass seine Einrichtung den Weltkindertag in Leverkusen mit finanzieller Unterstützung ermöglicht. Ihm ist aber auch wichtig, auf das Engagement der freiwilligen Helfer hinzuweisen, weil ohne ihr Herzblut die kostenlosen Angebote im Grunde nicht umgesetzt werden könnten.

Sonntag 17. September, 11 bis 17 Uhr, im Wildpark, Reuschenberger Busch 6.

Quelle: RP
 
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