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Leverkusen
Spielerische Notfallübungen sind vorgeschrieben

Leverkusen. Für die Löwenburg galten wegen der Nähe zum Chempark besondere bauliche und organisatorische Vorgaben. Nach einem Gutachten des TÜV Nord musste das Gebäude als sicherer Rückzugsort gebaut werden, in dem Kinder und Erzieher im Falle eines Unfalls im Werk sicher sind. Bei der Bauabnahme wurde deswegen auch die Luftdichtigkeit des Gebäudes geprüft. Außerdem ist die Einrichtung an das Alarmsystem des Chemparks angeschlossen. Regelmäßig müssen Notfallübungen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass bei einem Chemieunfall und entsprechender Windrichtung, alle Kinder schnell im Haus, Fenster und Türen geschlossen sind. Spielerisch wird der Notfall immer wieder geübt. Das Personal ist ohnehin geschult, denn es ist längst an die Situation gewöhnt.

Kinder und Belegschaft zogen hierher aus zwei älteren Betriebseinrichtungen, die sogar noch ein Stück näher am Werksgelände lagen. Nur einige Meter stadteinwärts am Kurtekottenweg liegt die alte, von Heike Gollins geführte Kita. Sie ist jetzt Leiterin der Löwenburg. Noch näher am Werk war die Einrichtung an der Carl-Rumpff-Straße, die Lutz Hoeppner leitete.

Mit 36 Plätzen für Kleinkinder im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren wurde die Anzahl der U-Drei-Plätze beim Umzug verdoppelt. 86 Plätze gibt es für Kinder über drei. Außerdem fünf "Backup-Plätze" zur kurzfristigen tageweisen Unterbringung bei Engpässen. Dazu wurden vier Erzieherinnen neu eingestellt. Die 120 Kinder in der Löwenburg werden nun von 30 Erzieherinnen und Erziehern betreut. Im TÜV-Gutachten wird wegen der besonderen Lage ein Betreuungsschlüssel von einer Erzieherin für sieben Kinder vorgeschrieben. Die Löwenburg wird nach dem Konzept einer teiloffenen Einrichtung betrieben. Das heißt, die Kinder sind in acht Gruppen aufgeteilt, können sich aber zum Spielen frei im Haus bewegen und ihre Freunde auch in anderen Gruppen suchen.

Das energieeffiziente neue Gebäude hat eine hoch wärmegedämmte Außenhülle, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine solarthermisch unterstützte Heizung für einen geringen Energiebedarf. Bayer unterhält insgesamt drei Kitas in DRK-Trägerschaft am Standort Leverkusen, außerdem Belegplätze in einer weiteren Einrichtung. Betreut werden 236 Kinder, davon 80 unter drei Jahren. Für das nächste Kindergartenjahr sind alle Plätze vergeben.

(mkl)
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