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Lokalsport
0:3 - bittere Pille für Bayers Fußballerinnen

Leverkusen. Der Bundesligist musste sich dem SC Sand klar geschlagen geben und verliert zunehmend den Anschluss an die rettenden Plätze. Nun geht es zum FC Bayern - und danach im Abstiegsendspiel gegen Duisburg. Von Tobias Krell

Der SC Sand hat dem kleinen Stimmungshoch bei Bayers Fußballerinnen ein schmerzhaftes Ende bereitet. Die Gäste aus dem baden-württembergischen Städtchen Willstätt gewannen mit 3:0 (1:0) am Kurtekotten und ließen die unterlegenen Leverkusenerinnen nach der erfolglosen Liga-Premiere von Neu-Coach Malte Dresen ebenso ratlos wie verunsichert zurück.

Am meisten schmerzte, dass die Gäste weder feldüberlegen waren, noch Fußballkunst der gehobenen Klasse bemühen oder besonders viele Torchancen herausspielen mussten, um die Punkte mitzunehmen. "Der Sieg geht in Ordnung, weil Sand die wenigen Chancen klarer ausgespielt und effizienter genutzt hat", gab Dresen unumwunden zu.

Damit nannte er auch schon den deutlichsten Unterschied zu seinen Schützlingen, die offensiv von mehreren Möglichkeiten oft die schlechteste wählte - und mit schlampigen Pässen im Aufbau mehr als einmal Sands Chancen erst ermöglichte. Nur durch Fernschüsse kam Bayer 04 zu Chancen.

Angesichts der Unzulänglichkeiten seines Teams wollte Dresen auch nicht groß über das zweite Tor von Jovana Damnjanovic (67.) diskutieren, obwohl die Angreiferin, die schon das 1:0 (31.) erzielt hatte, Keeperin Anna Klink wohl jenseits des Erlaubten attackiert hatte. Endgültig alles gelaufen war mit dem dritten SCS-Treffer, den Nina Burger in der 83. Minute erzielte.

Richtig bitter machte die eigene Pleite Jenas Sieg gegen Duisburg. Dadurch ist das rettende Ufer nun schon drei Punkte und eine erheblich bessere Tordifferenz entfernt. Als nächstes müssen die Leverkusenerinnen nach München, wo ein Punktgewinn überraschend wäre. Und dann steht das Spiel der Spiele an. Bei etwas anderem als einem Sieg gegen den Viertletzten MSV Duisburg wäre der Kampf um den Klassenerhalt wohl verloren.

Dresen ist dennoch bemüht, keine Panik aufkommen zu lassen. Er will weiter am Zusammenspiel seines Teams feilen und die ordentlichen Ansätze ausbauen. Positiv war, dass nur Konter für Gefahr sorgten, die Verteidigung ansonsten gut stand und sich die Leverkusenerinnen stets als Einheit präsentierten. Die Moral im Team scheint noch zu stimmen.

Bayer 04: Klink - Kempe, Barth, Hegering (63. Krahn), Wich - Csiszar, Petzelberger - Widak (60. Dunst), Rinast, Schwab - T. Knaak (87. Rackow).

Quelle: RP
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