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Lokalsport
13 Medaillen sind in Erfurt das Maß

Leverkusen. Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften ist der TSV Bayer stark vertreten. Im Stabhochsprung treffen vier Athleten aus Leverkusen aufeinander. Auch Konstanze Klosterhalfen und Mateusz Przybylko gelten als Titelaspiranten. Von Dorian Audersch

Insgesamt 60 Athleten sowie acht Staffeln hat der TSV Bayer 04 für die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften an diesem Wochenende in Erfurt gemeldet. Der Verein hat ehrgeizige Ziele: Die drei im Vorjahr erkämpften Titel sowie insgesamt 13 Medaillen gelten als Maßstab für die anstehenden Wettkämpfe. Aber es geht nicht nur um Gold, Silber und Bronze, sondern auch um die Normen für die Weltmeisterschaften in London vom 5. bis 13. August. Das könnte Extra-Kräfte freisetzen.

In etlichen Wettbewerben zeichnen sich packende Positionskämpfe ab - zum Beispiel im Stabhochsprung der Männer, wo Titelverteidiger Tobias Scherbarth ebenso auf Normjagd geht, wie seine Klubkollegen Hendrik Gruber und Karsten Dilla. Letzterer war 2016 Vize-Meister. Nachdem er aufgrund von Verletzungsproblemen die Hallensaison ausgelassen hat und spät in die Saisonvorbereitung startete, ist Scherbarth wieder bei Sprüngen mit seinem härtesten Stab angekommen, der ihn nun in Erfurt über die für einen London-Start erforderlichen 5,70 Meter tragen soll.

"Wenn die Bedingungen mitspielen, werde ich vorne mitspringen können", sagt Team-Europameister Hendrik Gruber, der am vergangenen Sonntag in Mannheim nach einem Sturz auf die Latte von Nackenproblemen ausgebremst wurde und die letzten Sprünge nicht mehr durchziehen konnte. Durchaus zu beachten ist der vierte Leverkusener im Feld, der noch in der U20 startberechtigte Bo Kanda Lita Baehre, der sich jüngst auf 5,60 Meter gesteigert hat. "Ich glaube es ist eine Konzentrationsfrage", traut ihm Trainerin Christine Adams weitere Leistungssteigerungen zu. "Im Training läuft technisch alles super. Und wer 5,60 Meter schafft, der kann auch durchaus schon einmal 5,70 Meter liegen lassen", ist sich die zweifache Vize-Europameisterin in der Halle sicher.

Fest mit einem WM-Start planen kann Konstanze Klosterhalfen, die in Erfurt ihren Vorjahrestitel über 1500 Meter verteidigen will - und gute Chancen hat, dieses Ziel zu erreichen. Durch seine jüngste Steigerung auf 2,35 Meter ist Mateusz Przybylko im Hochsprung ebenfalls ein Top-Favorit auf Edelmetall. Sein Trainingspartner Torsten Sanders steht in der Meldeliste an Position drei. Gut möglich, dass Speerwurf-Weltmeisterin Katharina Molitor nach 2010 und 2015 zum dritten Mal vorn liegt - auch wenn sie zuletzt schwächelte. Aleixo Platini Menga bewirbt sich über 100 und 200 Meter sowie mit der Staffel um die Podestplätze.

Bestätigt sie ihre jüngste Steigerung auf 70,03 Meter, dürfte sich Susen Küster in den vorderen Regionen des Hammerwurfs bewegen. Die Viertelmeiler Thomas Schneider und Tobias Lange möchten ebenfalls mit der Staffel möglichst nah an die Podestplätze laufen. Kommt Kugelstoßer Jan Josef Jeuschede an die vor Monatsfrist abgelieferten 19,25 Meter heran, besteht ebenfalls die Chance auf Edelmetall. Die wiedergenesene Stabhochspringerin Silke Spiegelburg macht sich beträchtliche Hoffnungen in Erfurt die zur Teilnahme an der WM geforderten 4,55 Meter abliefern zu können. Damit wäre der 31-Jährigen sehr wahrscheinlich auch eine Medaille in Erfurt sicher.

Quelle: RP
 
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