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Lokalsport
4:0 - Schlebusch II fertigt Bergfried ab

Rhein-Wupper. Beim Derbysieg fliegen gleich zwei Gästeakteure vom Platz. Witzhelden siegt dank Jens Boddenberg mit 2:1, Genclerbirligi holt gegen den HSV Langenfeld einen Punkt. Lützenkirchen lässt Chancen liegen, gewinnt aber beim GSV. Von Markus Neukirch und Lars Hepp

Kreisliga A Köln: SV Schlebusch II - Bergfried Leverkusen 4:0 (1:0). Höchsten Unterhaltungswert bot das Derby, auch wenn es vom Ergebnis her eine eindeutige Angelegenheit war. Schlebuschs Interims-Spielertrainer Sven Bialek brachte die Sache auf den Punkt: "Meine Jungs haben sehr guten Fußball gespielt, aber auch Glück gehabt mit der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung".

Was er meinte, hatte in der 27. Minute stattgefunden: Bergfrieds Thorsten Schmick sah nach einem rüden Einsteigen gegen Nico Bach die Gelb-Rote Karte, was vor allem Bergfrieds Bank auf die Palme brachte. "Die Aktion war eine Gelbe Karte, keine Frage, nur war es nicht die zweite für Thorsten", schimpfte Coach André Fanroth. In der 8. Minute hatte der Unparteiische Elfmeter gepfiffen nach einem Einsteigen von Kevin Sivakumar gegen Schlebuschs Sturmtank Adil Ben Abdellah, Schmick aber fälschlicherweise und trotz "Geständnis" des eigentlichen Verursachers verwarnt. "Da lag er leider schwer daneben", sagte Fanroth. Dass der Gefoulte mit seinem Strafstoß an Bergfrieds Bestem - Keeper Sascha Mondorf - scheiterte, beließ das Ergebnis bei 1:0, da Stefan Haberland schon nach 37 Sekunden ein Eigentor unterlaufen war. "Das hat uns natürlich Auftrieb gegeben, so früh in Führung zu gehen, aber ich fand mein Team auch deutlich aktiver", bemerkte Bialek.

Sein Gegenüber sah das genauso. "Zu passiv, zu viele Fehler, zu wenig Wille", analysierte Fanroth. Keeper Mondorf verhinderte gerade gegen Ben Abdellah mehrfach einen höheren Rückstand. Bei Daniel Schultes' 2:0 (63.) war aber auch er machtlos - genauso bei den Kontergegentoren von Burhan Aydin (88.) und Bach (90.).

Zu diesem Zeitpunkt war Bergfried allerdings auch nur noch zu neunt, da sich Jonas Völkel zu einer Tätlichkeit hatte hinreißen lassen (83.). "Mehr als unnötig, dass wir uns da selbst schwächen", sagte Fanroth. Auf Schlebuscher Seite verdiente sich das Innenverteidigerduo Marcel Boes und Ümit Cakmanus Bestnoten, bei den Gästen überzeugte nur Mondorf vollends.

Kreisliga A Solingen: VfL Witzhelden - SSV Berghausen II 2:1 (1:1). Einen ganz wichtigen Heimsieg fuhren die Kreisliga-Fußballer des VfL Witzhelden ein. In der Begegnung mit dem spielstarken Aufsteiger Berghausen taten sich die Höhendorfer zwar lange Zeit recht schwer, doch diesmal hatte die von Ralf Job trainierte Mannschaft das glücklichere Ende für sich. "Das haben sich meine Jungs auch verdient", betonte Job, der mit der Einwechselung von Jens Boddenberg in der 77. Minute ein goldenes Händchen bewies. Denn in der vorletzten Spielminute setzte sich Boddenberg im Angriffszentrum gekonnt durch und erzielte den viel umjubelten Siegtreffer. Zuvor waren die Witzheldener nach einem Absprachefehler zwischen Torhüter Christoph Zaß und Ricardo Sciannimanica mit 0:1 (19.) in Rückstand geraten, den Ausgleich erzielte Martin Baron praktisch mit dem Halbzeitpfiff. Nach der Pause erspielten sich die Platzherren zwar eine Reihe bester Gelegenheiten, doch es sollte bis in die Schlussphase äußerst spannend bleiben.

Genclerbirligi Opladen - HSV Langenfeld 1:1 (1:1). In der Heimpartie mit dem Tabellensiebten aus Langenfeld holten die Gencler-Kicker einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisliga. Tayfun Inam brachte die Gastgeber bereits nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung. Allerdings sollten die Opladener den Vorsprung nur zwölf Minuten verteidigen können, bis dem HSV der Ausgleichstreffer gelang. Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften für einen Sieg in Frage kamen. Ein Tor sollte aber nicht mehr fallen und Genclerbirligi durfte sich über den vierten Zähler in dieser Saison freuen.

GSV Langenfeld - SSV Lützenkirchen 1:2 (1:2). Im Kampf um den Klassenerhalt haben die Lützenkirchener einen wichtigen Schritt getan. "Wir sind einfach nur froh über die drei Punkte", sagte Trainer Andreas Traudisch, um gleich anzufügen: "Es ist wahrscheinlich schwieriger, eine Salami in die Westfalenhalle zu werfen. Was wir heute an Chancen ausgelassen haben, geht auf keine Kuhhaut mehr."

In etlichen Situationen scheiterten die Gäste am Torwart. Immerhin behielt Hakim Dardiki nach einer Viertelstunde die Übersicht und vollendete eine Kombination über die Hartl-Brüder Oliver und Nicolas zur Führung. In der 29. Minute gelang den Langenfeldern der Ausgleich, der jedoch nicht lange Bestand hatte. Noch vor der Pause durften die Lützenkirchener das 2:1 bejubeln: Nach einem Dardiki-Eckball unterlief der GSV-Hintermannschaft ein Eigentor.

Selbst eine personelle Überzahl nach Rot gegen den GSV (70.) half nicht bei der Herbeiführung einer frühzeitigen Entscheidung. "Daran müssen wir dringend arbeiten. Wir müssen vor dem Tor viel effektiver werden", sagte Traudisch abschließend.

Quelle: RP
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