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Grit Schneider
"Als Trainerin sind mir beide Teams gleich wichtig"

Leverkusen. Die neue Übungsleiterin der Zweitliga-Basketballerinnen vom BBZ Opladen über ihre neue Doppelfunktion und die Partie heute in Neuss.

Frau Schneider, in der Winterpause haben Sie Birgit Kunel als Trainerin der Zweitliga-Basketballerinnen beim BBZ Opladen abgelöst und coachen zudem für den Rest der Saison auch die Reserve in der Regionalliga. Wie kommen Sie mit der Doppelbelastung klar?

Grit Schneider Das einzig Neue ist doch lediglich, dass ich die Mannschaft nicht als Co-Trainerin unterstütze, sondern als Head-Coach führe. Bisher bereitet mir die Arbeit großen Spaß und Trainerin wie auch Team gehen hochmotiviert an diese neue Situation heran. Beide Teams wissen um diese Doppelbelastung und wir werden alle gemeinsam an einer guten Rückrunde arbeiten.

Was passiert denn bei Überschneidungen beider Mannschaften?

Schneider Es gibt keine - wir haben alle Überschneidungen zu Beginn der Rückrunde vermeiden können. Dies war mit ein Grund, warum mir die Entscheidung leicht gefallen ist, denn ich wollte nicht, dass mein originäres Team sich in irgendeiner Form nun hinten anstellen muss. Beide Teams sind mir als Trainerin gleich wichtig.

Die erste Mannschaft rangiert auf Rang sieben ein wenig hinter den Erwartungen. Was ist in dieser Saison noch möglich und welche Veränderungen haben Sie vorgenommen?

Schneider Es gibt keine personellen Veränderungen. Ich bin davon überzeugt, dass in dem Team genügend Potenzial steckt, eine gute Rückrunde zu spielen. Die Liga ist in diesem Jahr äußerst knapp und viele Punkte können durch Überraschungssiege oder Niederlagen verteilt werden. Veränderungen taktischer Art gibt es natürlich, vor allem in der Defensive. Dort besteht der größte Bedarf an Verbesserungen im Vergleich zu den Spielen vor der Weihnachtspause. Was möglich ist, wird man sehen. Erst einmal gilt unser Fokus dem Spiel in Neuss.

Wie schätzen Sie die anstehende Aufgabe beim Dritten ein?

Schneider Neuss ist punktgleich mit TuS Lichterfelde auf Platz drei und wird im Kampf um das Play-off-Finale sicherlich ein gehöriges Wort mitsprechen. Trainerin Janina Pils hat eine sehr gut auf- und eingestellte Mannschaft mit zwei Ausländerinnen und vielen guten deutschen Spielerinnen. Zudem sind sie zuhause sehr stark einzuschätzen. Unsere Aufgabe ist, uns so zu verkaufen, wie es das Team verdient hat und es kann. Das bedeutet, 40 Minuten alles geben, als Team sowohl zu verteidigen als auch anzugreifen. Was hinterher dabei rauskommt, ist sekundär. Ich kann auch bei einer Niederlage zufrieden aus der Halle gehen, wenn mein Team entsprechend gespielt hat.

Ihre Reserve hat bislang überzeugt. Was sind die Gründe?

Schneider Im Gegensatz zu der zweiten DBBL ist das Regionalliga-Team seit vielen Jahren eingespielt und wir verstärken uns fast ausnahmslos aus der eigenen Jugend. Diese wird bei uns mit einem klaren Konzept ausgebildet, so dass der Einstieg in den Seniorenbasketball so einfach wie möglich erfolgen kann. Wir verfügen in diesem Team über eine außerordentliche gute Mischung von Spielerinnen mit Bundesliga-Erfahrung und jungen, perspektivischen Spielerinnen, die nach und nach für den Bundesligabereich ausgebildet werden sollen. Aufgrund dieser für das Regionalliga-Niveau guten Qualität ist es möglich, den jungen Spielerinnen dies ohne allzu viel Druck und mit viel Spaß zu ermöglichen.

Was haben Sie sich für den Rest der Saison vorgenommen?

Schneider Konkrete Ziele gibt es keine: Wir konzentrieren uns erst einmal auf uns und schauen dann von Spiel zu Spiel, was nötig ist, um Siege herauszuspielen. Ich bin fest davon überzeugt, dass davon noch einige kommen, wenn wir als Team spielen und alle bereit sind, 100 Prozent für den Teamerfolg zu geben - und das Gefühl habe ich bei der Mannschaft eindeutig.

Wie konkret sehen die Planungen für die neue Saison aus?

Schneider Die Entscheidung, das DBBL-Team bis zum Saisonende zu betreuen, habe ich für die Mädels getroffen. Ein Trainerwechsel zu diesem Zeitpunkt ist nicht einfach. Einen externen Trainer oder Trainerin innerhalb weniger Wochen zu finden, der die BBZ-Philosophie fortführt, ist schwierig. Da ich dem Team und auch Birgit eng verbunden bin, wollte ich helfen. Dies ändert aber nichts daran, dass ich meine Aufgabe beim BBZ Opladen darin sehe, junge Spielerinnen in der Regionalliga weiterzuentwickeln.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE RP-MITARBEITER LARS HEPP

Quelle: RP
 
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