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Lokalsport
Auch Adeberg und Gaiovych verlassen die Elfen

Leverkusen. Im Rahmen des letzten Heimspiels gegen Celle verabschiedeten Bayers Handballerinnen fünf Spielerinnen, die den Verein verlassen werden - darunter auch Keeperin Nataliya Gaiovych. Natalie Adeberg zieht es zum Kooperationspartner Beyeröhde. Von Tobias Krell

Elfen-Fans, die der Grundrechenarten mächtig sind und/oder einige Spiele live verfolgt haben, waren nicht besonders überrascht über diese Personalie. Am Rande des letzten Heimspiels gegen die SVG Celle verabschiedeten Bayers Handballerinnen Keeperin Nataliya Gaiovych nach nur einem Jahr am Rhein. Und ausgerechnet beim 31:26-Erfolg zum Abschied vom heimischen Publikum zeigte die ukrainische Nationalspielerin eine ihrer seltenen richtig guten Leistungen im Bayer-Trikot. Schon seit der Verpflichtung der slowenischen Auswahl-Torfrau Branca Zec war über eine Trennung von Gaiovych spekuliert worden. Denn es kam nie ein Zweifel auf, dass Eigengewächs Vanessa Fehr, auf die Abteilungsleiter Andreas Thiel als Coach und Fachmann für die Position große Stücke hält, den zweiten Kaderplatz besetzt. Ergänzt wird das Duo wie schon in der laufenden Saison auch künftig mit Dana Centini vom Zweitligisten TuS Beyeröhde - wie gehabt per Zweitspielrecht .

Den umgekehrten Weg geht Natalie Adeberg, die den hohen Erwartungen - Kurzzeit-Coach Khalid Khan bezeichnete sie bei der Verpflichtung noch als "Deutschlands vielversprechendstes Rückraum-Talent" - bei den Elfen nie gerecht werden konnte. Sie zieht es nun zum Leverkusener Kooperationspartner, wo sie sich berechtigte Hoffnungen auf mehr Spielanteile machen kann.

Ein letztes Mal konnten die rund 800 Zuschauer auch Kim Naidzinavicius im Elfen-Trikot in der Smidt-Arena auflaufen sehen. Die Nationalspielerin, die an guten Tagen oft den Unterschied zu Bayers Gunsten ausgemacht hat und nach Bietigheim wechselt, zeigte sich allerdings zum Abschied nicht in Gala-Form.

Komplettiert wurde das Quintett der gefeierten Abgänge durch Johanna Heldmann, die in Celle passenderweise gleich auf ihren künftigen Klub traf, und Denisa Glankovicova. Selten war Trude Herrs Song für solche Gelegenheiten ("Niemals geht man so ganz") passender als im Fall der Slowakin. Denn sie beendet lediglich ihre Karriere als Spielerin - ein zweites Mal nach 2014 und diesmal endgültig. Als Co-Trainerin von Chef-Elfe Renate Wolf bleibt "Denna" den Leverkusenerinnen jedoch erhalten.

Bei all den Nebengeräuschen - zusätzlich zu den Verabschiedungen spielte natürlich auch das Final Four-Turnier der Junior-Elfen Ende des Monats an gleicher Stelle eine Rolle - boten die Leverkusenerinnen eine ordentliche Leistung im letzten Heimspiel der Saison. Darüber freuten sich nicht nur die Zuschauer, sondern auch Wolf. Denn das eröffnete der Trainerin die Möglichkeit, einigen Spielerinnen aus der zweiten Reihe und insbesondere auch den fünf künftigen Ex-Elfen viel Spielzeit zu gewähren. Dass dadurch ein noch deutlicheres Ergebnis verpasst wurde, war kein Problem.

Elfen: Centini, Gaiovych, Fehr - Seidel (3), Braun (1), Heldmann, Glankovicova (1), Adams (2), Karolius (2), Naidzinavicius (3/1), Ruthenbeck (3), Berndt (2/2), Janouskova (3), Schilk (5), Rode (6/1).

Quelle: RP
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