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Lokalsport
Aufholjagd der Giants reicht nicht aus

Leverkusen. Das Team von Achim Kuczmann verliert 69:79 in Heidelberg - die bereits vierte Pleite in Folge.

Dreimal hatten die Bayer Giants in Heidelberg kurz vor Schluss die Möglichkeit, eine schon verloren geglaubte Partie noch zu drehen und damit endlich den erhofften "Big Point" im Abstiegskampf zu landen. Mit 47:62 hatten die Riesen vom Rhein vor dem letzten Viertel noch zurückgelegen, sich in den folgenden acht Minuten dann aber auf 68:70 wieder herangekämpft, die favorisierten Gastgeber wankten in dieser Phase gewaltig. Die erste Chance auf den in erster Linie psychologisch wichtigen Ausgleich vergab der ansonsten ganz starke Michael Kuczmann mit einem ärgerlichen Ballverlust. Heidelbergs Bester Bryan Smithson (20 Punkte) leistete sich direkt im Anschluss ein unsportliches Foul an Rod Camphor - machte zwei Freiwürfe und Ballbesitz für Bayer.

Doch der 23-jährige US-Boy traf nur einen Wurf bevor erneut Kuczmann mit einem schwierigen Dreier aus der Ecke scheiterte. Wie aus dem Drehbuch war es dann auf der Gegenseite wiederum Smithson, der seinerseits mit einem Distanzwurf den Vorsprung wieder auf fünf Punkte schraubte. Zwar hatten die Riesen danach theoretisch noch genug Zeit, das Momentum war danach aber wieder auf Seiten der Academics, die das Spiel am Ende mit 79:69 (38:29) für sich entschieden.

Der Leverkusener Trainer trauerte nicht zum ersten Mal in dieser Saison dem möglichen ersten Auswärtssieg hinterher: "Wenn der Dreier reingeht, dann kippt das Spiel. Uns fehlt da einfach immer wieder das nötige Quäntchen Glück, um so ein Spiel dann auch mal komplett zu drehen."

Seine Mannschaft trat beim Tabellensechsten von Beginn an ganz anders auf, als noch letzte Woche gegen Nürnberg. Das erste Viertel verlief ausgeglichen (18:22), kurz vor und nach der Pause konnte sich Heidelberg erstmals zweistellig absetzten. Doch wie schon in der Vorwoche bewiesen die Giants im Schlussviertel (22:17) beeindruckende Steherqualitäten, obwohl Kuczmann, abgesehen von Kurzarbeiter Anton Zraychenko, durchgängig auf eine 7er-Rotation setzte. "Es ist einfach schade, wenn sich die Mannschaft für den betriebenen Aufwand wieder nicht belohnt. Sie hat bis zum Schluss alles getan, um die Überraschung zu schaffen. Am Schluss sind wir wieder an ein, zwei Aktionen gescheitert, das tut weh", resümierte der Coach nach der vierten Pleite hintereinander. Dass auch Essen und Hanau am letzten Hinrunden-Spieltag sieglos blieben und der Abstand auf Platz 14 damit bei überschaubaren vier Punkten bleibt, war ein kleiner Trost.

Giants: Brandon (2), Camphor (14), Twiehoff (9), Kreklow (3), Heinzmann (13), Zraychenko (2), Kuczmann (15).

(sl)
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