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Lokalsport
Basketball: Giants behaupten sich im Oberliga-Derby

Leverkusen. Am liebsten hätten beide Trainer hinterher nur über eine Halbzeit gesprochen. Der Sieger, Jacques Schneider, über die erste, in der seine Mannschaft hinten stark und konzentriert arbeitete, vorne gut den Ball laufen ließ und deshalb folgerichtig mit komfortabler Führung in die Pause ging. Sven Klesper dagegen wird die zweiten 20 Minuten in besserer Erinnerung behalten, weil TuS 82 Opladen erst im dritten und letzten Viertel zumindest über weite Teile das Abrufen konnte, was die Mannschaft zu leisten im Stande ist. Von Sebastian Laule

Um Nachzuholen, was im ersten Durchgang versäumt wurde, reichte das freilich nicht - so ging der Sieg in diesem Oberliga-Lokalduell mit 69:59 (40:27) an die Reserve der Bayer Giants. "Derbyerfolge sind immer besonders. Insofern war es ein guter Tag, aber es sollte auch allen in der Mannschaft klar sein, dass wir gegen andere Gegner vor unlösbaren Problemen stehen, wenn wir nur 20 Minuten ernsthaft am Spiel teilnehmen", lautete das Fazit des Giants-Coaches.

Schneider bemängelte dabei vor allem die durchgängig nachlassende Konsequenz. Auf deren Höhepunkt kamen die 82er zwei Minuten vor dem Ende nochmal gefährlich nahe (63:57). In der Folge bewiesen die jungen Giants aber zumindest Cleverness. Deshalb wollte auch der Gäste-Coach nicht an der Verdientheit der Niederlage rütteln. Angesichts der Abstellungen von Daniel Merkens und Marten Linßen an Bayers Pro B-Team wäre eigentlich deutlich mehr für sein Team drin gewesen, sagte Sven Klesper, gab dann aber auch zu: "Wir haben die erste Halbzeit völlig verschlafen, danach war es defensiv zwar deutlich besser, aber insgesamt hatten wir vorne eigentlich die ganze Zeit Sand im Getriebe. Mit so einer schlechten Wurfquote kann man auswärts kein Spiel gewinnen."

Giants: Dick (7), Engelhardt (11), Queck (7), Wetzsein (17), Heimerzheim (8), Gnad (2) Selimovic (11), Henn (2), Thiemann (4),Sitah, Dickmen.

TuS 82: Hoga (13), Bender (2), Hennel (8), F. von Heereman (11), Helmig (5), C. von Heereman (3), Schwarzkopf (2), Krause (6), Lohmar (2).

Derweil verteidigte der dritte Leverkusener Oberligist seine Tabellenführung, beim 94:79 (40:42) gegen die Reserve der Dragons Rhöndorf hatte Fast-Break aber erstmals in dieser Saison hart zu kämpfen. Mitte des zweiten Viertels lagen die Steinbücheler schon mit 22:35 zurück, den 18:7-Lauf bis zur Pause bezeichnete Coach Thomas Pimperl hinterher als die wichtigsten fünf Minuten der Saison: "Die Jungs haben in dieser schweren und ungewohnten Phase nicht die Nerven verloren, im dritten Viertel sind wir dann richtig auf Betriebstemperatur gekommen." In einer von beiden Teams starken zweiten Halbzeit waren es vor allem Fast-Breaks Center Adrian Brückmann und Lukas Klein, die den Unterschied zu Gunsten des weiterhin ungeschlagenen Primus ausmachten.

FBL: Brückmann (23), L. Klein (23), Rass (21), Fabian (13), Hartmann (7), Voll (3), Wittmann (2), Knieper (2).

Quelle: RP
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