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Lokalsport
Bayer bleibt noch ein Ziel: der Siegrekord

Leverkusen. Platz drei ist den Leverkusenern sicher. Die reisen heute nach Mönchengladbach und können mit einem Erfolg eine historische Serie knacken. Nie zuvor gelang es in der Vereinsgeschichte einer Bayer-Mannschaft in einer Spielzeit acht Mal in Folge zu gewinnen. Von Stefanie Sandmeier

Roger Schmidt quittierte die Frage mit einem Lächeln. Jetzt, da seine Mannschaft die Champions-League-Teilnahme auf Platz drei bereits sicher hat, gäbe es für Bayer 04 nur noch ein Ziel. Mit einem Erfolg heute auswärts gegen Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr) können die Leverkusener eine historische Serie knacken. Nie zuvor gelang es einer Bayer-Mannschaft in einer Spielzeit acht Mal in Folge zu gewinnen. "Ja, dieser Rekord juckt mich schon", entgegnet Schmidt. "Das ist natürlich nichts, wofür man etwas kriegt. Aber wenn wir das schaffen können, ist es schon etwas, was anspornen kann." Damit beantwortete der 49-Jährige indirekt auch die Frage nach der Motivation für diese Auswärtsfahrt.

Sorge, dass es für die tabellarisch unbedeutenden letzten Saisonspiele an Spannung fehlen könnte, hat er jedenfalls nicht. "Für uns ging es in den vergangenen Wochen um sehr viel. Dass war eine große Belastung für die Mannschaft. Aber ich hatte im Training schon das Gefühl, dass Freude und Leichtigkeit nach wie vor da sind", entgegnete Schmidt. "Es ist auch mal schön, ohne Erfolgsdruck in eine Partie gehen und frei aufspielen zu können."

Die Werkself muss dabei auf Karim Bellarabi und Jonathan Tah verzichten. Bellarabi fehlt gelbgesperrt und soll gegen Ingolstadt wieder stürmen. "Von den anderen wird niemand mehr zurückkommen. Das wird der Kader sein, mit dem wir die letzten beiden Spiele bestreiten", erklärte der Trainer. Heißt: Tah kommt nicht mehr zum Einsatz. Der Abwehrspieler kuriert seine Lebensmittelvergiftung aus (wie berichtet) - und hofft weiterhin auf die Teilnahme an der EM.

Schmidt hat seinen Blick längst auch auf die nächste Spielzeit gerichtet. Mit der nötigen Planungssicherheit lässt sich die Kaderoptimierung entspannt angehen. "Es wird keinen großen Umbruch geben. Es werden keine zehn Spieler kommen, aber auch keine zehn gehen", kündigte der Coach an und empfindet das als "sehr, sehr gutes Zeichen. Unsere große Stärke wird darin liegen, dass wir eine eingespielte Mannschaft haben."

Der Trainer möchte mit seiner Mannschaft den nächsten Schritt machen und sie weiterentwickeln. Auch deshalb sagte er: "Dass wir große Ziele haben, ist klar. Dass wir Leistungsträger da natürlich nicht abgeben können, ist auch klar."

Bayer 04 ist in der günstigen Lage, mit allen Leistungsträgern Verträge über die Saison hinaus zu haben. Für Sommer besitzt niemand mehr eine Ausstiegsklausel. "Kein Spieler kann selbst entscheiden, ob er den Verein verlässt, es muss immer ein Agreement geben", erklärte Schmidt.

Seine persönliche Serie kann Julian Brandt heute fortschreiben. Der 20-Jährige will seinen siebten Treffer im siebten Spiel erzielen.

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Quelle: RP
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