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Lokalsport
Bayers Frauen locken mehr Zuschauer ins Stadion

Leverkusen. Vor dem letzten Saisonspiel gegen den 1. FFC Frankfurt zeigt sich, dass Frauenfußball an Zuspruch gewinnt. Im Schnitt kamen rund 650 Besucher mehr zu den Heimspielen im Haberland-Stadion. Von Tobias Krell

Zum Saisonausklang erwartet Bayers Fußballerinnen ein attraktiver Gegner. Das letzte Spiel beim 1. FFC Frankfurt am Pfingstmontag verheißt noch einmal eine große Kulisse im Stadion am Brentanobad. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Leverkusenerinnen Platz sieben in der Tabelle der Zuschauerresonanz (vor Freiburg, Köln, Bremen, Hoffenheim und Jena) ausbauen. Bislang verfolgten im Schnitt 908 Zuschauer Bayers Auftritte auf des Gegners Platz.

Die Möglichkeit einer Steigerung dieses Werts hat auch mit insgesamt neun Verabschiedungen der Gastgeber zu tun. Kerstin Garefrekes bestreitet ihr letztes Pflicht-Spiel vor dem Karriereende. Mit Simone Laudehr und Dzsenifer Marozsan werden zwei weitere Nationalspielerinnen verabschiedet. Den Klub verlassen wird auch Isabelle Linden, die vor einem Jahr von Leverkusen zum FFC kam. Keeperin Anke Preuß und vier Nachwuchsspielerinnen komplettieren den Reigen der Abgänge vor heimischem Publikum.

Trotz des Abschieds für einige verdienstvolle Kräfte dürfte die Begegnung noch einmal richtig Pfeffer haben. Rein theoretisch kann der FFC noch auf einen Champions League-Platz klettern. Dazu ist jedoch ein eigener Sieg nötig - und ein Patzer des Zweiten Wolfsburg gegen Absteiger Köln.

Vor dem letzten Akt einer im Kampf um den Klassenerhalt phasenweise viel zu spannenden Saison mit glücklichem Ende ist auch Gelegenheit für ein erstes Fazit: Mehr als Platz zehn wird am Ende nicht für Bayers Frauen herausspringen. Das verdanken die Leverkusenerinnen vor allem einer ziemlich durchwachsenen Hinrunde. Zufrieden sind damit bei aller Freude über den Klassenerhalt weder Coach Thomas Obliers, noch seine Schützlinge. Besser sieht es für die Leverkusenerinnen bei den Zuschauerzahlen aus, die in den vergangenen Jahren oft Anlass zur Klage gaben. Das war 2015/2016 nicht der Fall. Nicht nur auswärts war die Kulisse in dieser Spielzeit ordentlich. Auch ins heimische Ulrich-Haberland-Stadion kamen mehr Zuschauer - immerhin 649 im Schnitt.

Die fünf Spiele mit der geringsten Resonanz in der Frauenfußball-Bundesliga fanden in dieser Spielzeit ohne Leverkusener Beteiligung statt und in der Zuschauer-Heimtabelle konnte Bayer mit Köln, Bremen und Jena drei Klubs hinter sich lassen. Zumindest in dieser Wertung übertrafen die Schützlinge von Thomas Obliers die Erwartungen.

Quelle: RP
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