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Lokalsport
Bayers Frauen müssen wieder bangen

Leverkusen. Leverkusen verliert in Wolfsburg, Bremen gewinnt - und der Abstiegskampf ist wieder ein Thema. Von Tobias Krell

Dramatisches ist nicht passiert in den 90 Minuten vor über 1.500 Zuschauern im AOK-Stadion des VfL Wolfsburg. Bayers Bundesliga-Fußballerinnen schlugen sich wie schon im Hinspiel achtbar gegen das Starensemble und verloren durch einen Doppelschlag von Nationalspielerin Alexandra Popp kurz vor der Pause erneut mit 0:2.

Dass die Schützlinge von Trainer Thomas Obliers mit diesem Ergebnis haderten, hatte mehr mit den Nachrichten aus Bremen zu tun als mit der eigenen Leistung. Werder gelang gegen den Tabellenvierten Sand überraschend ein 1:0-Sieg - und plötzlich ist das schon verscheucht geglaubte Abstiegsgespenst wieder näher.

Fünf Punkte trennen die Rheinländerinnen nun noch vom Verfolger aus der Hansestadt. Das ist vier Runden vor Saisonschluss immer noch ein ordentliches Polster. Für Spannung sorgt allerdings der Spielplan. Denn der beschert Bayer nun das Kellerduell gegen Bremen. Das birgt die Chance, den Spuk ein für alle mal mit einem Sieg zu beenden, aber auch das Risiko, bei einer Niederlage nur noch zwei Zähler übrig zu haben vom einst komfortablen Vorsprung. Ein Remis würde eher Leverkusen nutzen.

Statt Sorgen zu wälzen, sehen die Rheinländerinnen dem direkten Vergleich nun aber demonstrativ selbstbewusst entgegen. "Wenn wir so wie heute auch gegen Bremen auftreten, setzen wir uns auch durch", betonte Obliers. Bei aller Enttäuschung über die Niederlage in einem Duell auf Augenhöhe war er fokussiert auf die positiven Aspekte des Auftritts - und mochte sich nicht lange aufhalten mit möglichen Abseitsstellungen bei Gegentoren oder den vergebenen eigenen Möglichkeiten wie Marisa Ewers Versuch in der 81. Minute, der erst auf der Linie geblockt wurde.

Mut macht hingegen die konsequente Abwehrarbeit. Gegen Wolfsburg stark war die Innenverteidigung, in der Marina Ewers neben Nationalspielerin Annike Krahn für Sicherheit sorgten. "Der Unterschied war, dass ein Top-Team wie Wolfsburg aus drei Chancen zwei Tore macht", sagte Obliers. Hoffnung macht, dass Bremen wohl nicht ein derart hohes Niveau mitbringen wird. Dass die Gäste von der Weser dennoch nicht zu unterschätzen sind, haben sie gegen Sand bewiesen.

Bayer 04: Klink - Barth, Krahn, Hegering, Simon - Sundov (80. Widak), Ewers, R. Knaak, Jessen - Weber, Gasper (72. Schwab).

Quelle: RP
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