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Lokalsport
Bayers Frauen warten weiter auf ein Erfolgserlebnis

Leverkusen. Die Hoffnung von Bayers Fußballerinnen auf den Klassenerhalt hat zum Wiedereinstieg in die Bundesliga nach der Winterpause einen deutlichen Dämpfer erhalten. Nachdenklich stimmte die Leverkusenerinnen die Art und Weise der Niederlage. Das 1:3 (1:2) bei USV Jena war wie eine detailgetreue Wiederholung unglücklicher Niederlagen im bisherigen Saisonverlauf. Von Tobias Krell

Ein individueller Fehler, mangelnde Torgefahr und fehlendes Spielglück brachten die Rheinländerinnen im Ernst-Abbe-Sportfeld bei hohem Aufwand um den verdienten Ertrag. Groß war die Enttäuschung insbesondere bei Torfrau Anna Klink. Da half es nicht einmal, dass Trainer Thomas Obliers ihren Patzer großzügig als "Platzfehler" bezeichnete.

Sie wusste selbst um ihre Schuld am zwischenzeitlichen Ausgleich durch Amber Hearn. Klink wollte bei einer Rückgabe den Ball herausschlagen. Der sprang allerdings auf, sie verfehlte und die USV-Angreiferin hatte wenig Mühe, die Vorlage zu nutzen. Herausgespielte Chancen gab es in der intensiv geführten Partie vor der Pause nicht. Und so mussten die Treffer anders fallen: durch eine abgerutschte Flanke von Carolin Simon auf Bayer-Seite (10.) sowie Hearns Abstauber (23.) und einen direkt verwandelten Freistoß von Iva Landeka für Jena.

Dem Pausen-Rückstand liefen die Gäste nach dem Seitenwechsel hinterher. "Wäre da der Ausgleich gefallen, wäre das ganze Spiel zu unseren Gunsten gekippt", war Obliers hinterher überzeugt. Aber das Chancenplus seiner Schützlinge hatte zum Frust des Trainers keinerlei Auswirkungen auf den Spielstand. Sharon Beck, Ewers, Anna Gasper und Rebecca Knaak vergaben aussichtsreich. Besser machte es kurz vor dem Ende Jennifer Martin (88.), deren Kopfball alle Träume auf einen Leverkusener Punktgewinn zunichte machte.

Positiv stimmten den Trainer das Debüt von Sandra Maria Jessen, die trotz wenig Einheiten mit dem Team schon zwei Gelegenheiten vorbereitete und andeutete, wie wertvoll sie für Bayer werden könnte. "Ordenlich, mit Luft nach oben", bewertete der Coach das Comeback von Merle Barth, der die lange Pause hier und da noch anzumerken war.

Zeit für Ärger über mögliche Punkte bleibt nun aber nicht. Am Sonntag geht es gleich anspruchsvoll weiter - mit dem Nachbarschaftsduell in Essen.

Bayer: Klink - Simon, Leluschko, Ewers, Barth (62. Beck) - Krahn, R. Knaak, Gasper, Jessen - Wich, Sundov (81. Roenneke).

Quelle: RP
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