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Lokalsport
Bayers Fußballerinnen zu Gast beim "VfL Olympia"

Leverkusen. Nach dem 0:2 zum Auftakt gegen Jena wartet in Wolfsburg eine schwere Aufgabe auf das Team von Thomas Obliers. Im Kader des VfL stehen neun Olympia-Siegerinnen. Von Tobias Krell

Wenn morgen der Pokalsieger, Vize-Meister und Champions-League-Finalist VfL Wolfsburg Bayers Fußballerinnen zum Ligaspiel empfängt, weht auch ein Hauch von Olympia durch das AOK-Stadion. Insgesamt sieben der "Goldmädels" des DFB werden auf dem Feld stehen - allerdings höchst ungleich verteilt.

Für Leverkusens inzwischen aus der Nationalmannschaft zurückgetretene Abwehrchefin Annike Krahn gibt es etwas über drei Wochen nach dem Finale im Maracanã-Stadion ein Wiedersehen mit sechs Auswahlkolleginnen im VfL-Trikot: Almuth Schult, Babett Peter, Lena Goeßling, Anja Mittag, Alexandra Popp und Isabel Kerschowski, die im Sommer vor zwei Jahren vom rheinischen zum niedersächsischen Werksklub wechselte. Insgesamt stellte Wolfsburg neun Spielerinnen für Rio ab.

Dazu kommt aus deutscher Sicht noch Anna Blässe, die nach Olympia die Chance erhält, ihre Bilanz von bislang zehn Länderspielen weiter auszubauen. Sie steht für die Zukunft der deutschen Auswahl - so wie Bayers Turid Knaak. Die kämpft sich nach ihrem Schien- und Wadenbeinbruch aus der Vorsaison, der dem anstehenden Nationalelf-Debüt in die Quere kam, gerade zurück und hat just mit dem Lauftraining begonnen. An Einsätze ist allerdings vorerst noch nicht zu denken.

Beim 0:2 zum Auftakt gegen Jena griffen manche Rädchen im Team noch nicht ineinander. So war Krahn, die nach Ramona Petzelbergers kurzfristigem Ausfall einsprang, durchaus anzumerken, dass sie vorher erst einmal mit dem Team trainieren konnte. Neben einigen starken Szenen der Abwehrchefin gab es auch den ein oder anderen Fehlpass - mehrfach auch, weil Teamkolleginnen gute Ideen der Goldmedaillengewinnerin leider nicht voraussahen.

Aber auch der Vize-Meister hatte beim torlosen Remis zum Saisonstart in Sand seine Mühe. Was sicher auch damit zu tun hatte, dass ohne die neun Nationalspielerinnen bei Olympia an eine normale Vorbereitung kaum zu denken war. Trotzdem ist Bayer freilich krasser Außenseiter. Im vergangenen Jahr mussten sich die Leverkusenerinnen zweimal ärgern, dass sie es trotz einer starken Leistung nicht schafften, wenigstens einen Punkt gegen den VfL zu holen. Jeweils 0:2 lautete daheim und auswärts das Resultat - auch, weil die Obliers-Schützlinge ihre Chancen gegen das Top-Team nicht nutzten. Einen derart verschwenderischen Umgang mit guten Gelegenheiten wie gegen Jena jedenfalls dürfen sie sich in Wolfsburg ebenso wenig leisten wie folgenschwere Patzer in der Defensive - auch das war ein entscheidender Faktor bei der Auftaktpleite am vergangenen Wochenende.

Quelle: RP
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