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Lokalsport
BBZ: Turniersieg mit neuer Kanadierin

Opladen. Lediglich eine erste Standortbestimmung drei Wochen vor dem Saisonstart in Osnabrück sollte es werden. Zu viel Aussagekraft wollte Birgit Kunel dem eigenen Vorbereitungsturnier nicht beimessen - ihre Mannschaft würde bis dahin schließlich kaum über den Zustand des Kennenlernens hinaus sein. Umso erfreulicher war der Sieg beim Ostermann-Cup - zumal mit Barmen, Braunschweig, Neuss und Bensberg immerhin Zweitligakonkurrenz antrat. "Ich hätte nicht erwartet, dass wir uns bereits in so guter Form präsentieren", sagte Kunel.

Die Trainerin war in jeder Hinsicht zufrieden: "Wir haben fast immer unser Spiel durchgebracht. In der Defense haben wir uns von Duell zu Duell gesteigert und vorne die Abschlüsse sehr gut verteilt." Vor allem der Sieg gegen den Vorjahresvierten Neuss imponierte (45:31), auch gegen Braunschweig (56:23) und Bensberg (66:34) gab es Erfolge. Gegen Barmen fehlte es dann erkennbar an Kraft und Konzentration (37:39). Lob von der Konkurrenz gab es indes nicht nur aus sportlicher Sicht. Kunel: "Die Teilnehmer waren von der Stimmung und Organisation begeistert. Es gibt im Grunde nichts Negatives festzuhalten, wir haben uns als Verein von unserer besten Seite gezeigt."

Abgerundet wurde der gute BBZ-Auftritt vom Abschneiden der Regionalliga-Mannschaft, die mit Siegen über die Bergischen Löwen (36:26) und Braunschweig (41:24) Rang vier belegte. Auch die Ergebnisse gegen Neuss (43:53) und Barmen (43:47) waren achtbar. "Da war kein Klassenunterschied zu sehen", fand Kunel. Einen starken Auftritt sah die Trainerin auch von Zugang Jill Stratton. Die Kanadiern, die in der Vorsaison einige Einsätze für Wolfenbüttel hatte, traf erst am Donnerstag in Leverkusen ein.

Ihre Verpflichtung war in erster Linie eine Reaktion auf eine unvorhergesehene Personaländerung. Ayse Kolakoglu kehrt überraschend in die Türkei zurück. Mit der U16-Nationalspielerin und Vize-Europameisterin Jessica Schiffer aus Rhöndorf glaubte man Ersatz gefunden zu haben, doch das Talent gab Würzburg den Vorzug. "Wir waren uns einig, keine Ausländerin zu holen, aber so war unser Kader einfach zu klein", betonte Kunel.

Die Nordamerikanerin, die auf den Positionen eins bis drei spielen kann, habe sich trotz der kurzen Eingewöhnungsphase aber bereits bestens eingefügt.

(sl)
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