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Basketball
BBZ verliert das erste Play-off-Spiel

Leverkusen. Für Opladen wird das Weiterkommen nach dem 60:79 in Osnabrück schwer.

Die Hoffnung auf die mittelgroße Sensation hielt Basketball-Zweitligist BBZ Opladen genau zehn Minuten aufrecht. Mit 19:16 führte der selbst ernannte Außenseiter nach dem ersten Viertel beim Favoriten Osnabrück Panthers. Damit hatte die Mannschaft von Trainerin Birgit Kunel aber bereits ein Drittel ihrer Offensivausbeute ausgeschöpft.

Während der Meister der Hauptrunde danach immer besser ins Rollen kam, geriet der Gäste-Angriff zunehmend ins Stottern. "Wir brauchen neben Mareike Nettersheim und Nic Nesbit auch mal ein oder zwei andere Spielerinnen, die zweistellig punkten", hatte Kunel bereits vor Wochen gefordert.

Auf die zwei Hauptstützen des Opladener Angriffsspiels konnte sich die BBZ-Trainerin auch gegen die Panthers einigermaßen verlassen, hinter dem Duo konnte sich aber niemand wirklich in Szene setzen. Anders auf der Gegenseite: Hier stellten nicht nur die Nordamerika-Importe Angela Pace, Kathleen Duinker und Alysa Horn die Opladener Defense vor schwerwiegende Probleme, überhaupt agierten die Panthers im Angriff immer wieder zu schnell und zu variabel für die BBZ-Defense. Die wehrte sich über die kompletten 40 Minuten tapfer nach Kräften, musste sich aber schließlich der Qualität des Aufstiegsfavoriten beugen. Kunel: "Unser Start war wirklich super. Wir haben die Bälle vorne dorthin gebracht, wo sie hin mussten, und in der Defense auch gut zu unserem Spiel gefunden. Danach hat Osnabrück aber deutlich die Intensität erhöht."

Das galt besonders für das zweite (11:23) und dritte Viertel (16:25), was in der Endsumme ein 60:79 (30:39) aus Opladener Sicht bedeutete. Neben der zweifellos hohen Qualität des Gegners machte die BBZ-Trainerin aber auch fehlende Intensität im eigenen Spiel für die Niederlage verantwortlich. "Die Mannschaft hat sich auf keinen Fall hängen lassen, immerhin haben wir das letzte Viertel wenn auch knapp noch mal gewonnen, aber insgesamt hätten wir schon mehr dagegen halten müssen", erklärte Kunel. "Play-offs sind eben etwas anderes als normale Punktspiele."

Bei der Vorbereitung auf den Start der best-of-three Serie hatte die Trainerin noch angemerkt, dass Osnabrück dann seine Spiele verliert, wenn der Gegner die Hoheit bei den Rebounds hatte. "Das ist uns - je länger das Spiel gedauert hat - aber immer weniger gelungen", resümierte Kunel unzufrieden.

Hinzu kam, dass ihre Mannschaft zu viele leichte Punkte hinnehmen musste. "Wir lagen zur Halbzeit nur mit neuen Punkten tief, dann kommen wir aus der Kabine, um vielleicht noch mal anzugreifen und kassieren direkt einen 4:19-Lauf, weil der Gegner reihenweise bei seinen Dreiern schlecht oder gar nicht verteidigt wird. Aber immerhin haben wir genug Ansätze, woran wir bis Samstag arbeiten können."

BBZ: Henning (5), Kaster (5), Krabbe (2), Krause (5), Marcus (2), Meyer (3), Nesbit (12), Nettersheim (12), Turnbull (6), Wolff (8).

(sl)
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