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Lokalsport
BBZ verliert Schlüsselspiel in Braunschweig knapp

Leverkusen. Den von Personalsorgen geplagten Opladenerinnen fehlten bei der 59:66-Niederlage vor allem Ruhe und Erfahrung. Von Sebastian Laule

Die Qualifikation für einen der Play-off-Plätze hatte Basketball-Zweitligist BBZ Opladen schon vor dem Wochenende nicht mehr in der eigenen Hand. Mit dem 59:66 (33:36) bei Eintracht Braunschweig hat sich das Team von Mario Kyriasoglou nun wohl endgültig aus dem Rennen um den Aufstieg verabschiedet. "Das war für uns ein Schlüsselspiel", meinte der Trainer. "Wenn wir auswärts bei einem direkten Konkurrenten gewonnen hätten, wäre das sicher ein großer Motivationsschub gewesen - zumal wir dazu absolut in der Lage waren."

Drei Minuten vor dem Ende hatte sein Team noch knapp in Führung gelegen (59:57), haderte beim anschließenden 9:0-Lauf der Gastgeber aber mit Größennachteilen und der eigenen Fehlerquote im Spiel nach vorne. Gegen die bärenstarke Braunschweigerin Viktoriia Sholokhova habe seine Mannschaft kein passendes Rezept gefunden, meint Kyriasoglou: "Wir haben im Angriff leider auch nicht mehr viel zustande gebracht. Es hat uns ein Stück weit auch die Erfahrung und Ruhe der Verletzten gefehlt." Braunschweig habe jeden Fehler eiskalt genutzt und deshalb auch "völlig zurecht" gewonnen.

Tags darauf ging es zum Nachholspiel nach Brandenburg zum Tabellenschlusslicht Wusterhausen. Mit der Enttäuschung und dem Kräfteverschleiß in den Knochen begann die Partie exakt wie die letzte geendet hatte. BBZ lag nach drei Minuten 0:10 zurück. "Auch danach sind wir nur ganz schwer in Tritt gekommen. Das ganze erste Viertel war insgesamt sehr frustrierend", ärgerte sich Kyriasoglou.

Auch im zweiten Viertel, als BBZ die Zonenverteidigung weitgehend aufgab und mehr zweite Bälle eroberte, wurde es nur allmählich besser. Danach kämpfte sich der Tabellensechste zurück ins Spiel, was vor allem Lea Wolff zu verdanken war. Die 18-jährige Aufbauspielerin führte mit einem Dreipunktspiel 30 Sekunden vor Spielende Opladen auf die Siegerstraße. Leonie Schütter besorgte mit einem Treffer von der Freiwurflinie den 58:55 (23:31)-Endstand.

Für den Trainer überwog letztlich das Resultat die Mängel - nicht zuletzt wegen der knappen Regenerationszeit: "Unsere Trefferquote war aus allen Lagen ziemlich schlecht, aber dann haben wir eben andere Wege gefunden, um das Spiel zu gewinnen. Das Ergebnis sei zwar knapp, aber doch verdient.

BBZ-Braunschweig: Happel (15), Krabbe (3), Krick (14), Marcus (3), Prudent (6), Schütter (18), Colakoglu, Weiß, Wolff.

BBZ-Wusterhausen: Krick (7), Happel (14), Wolff (14), Weiß (2), Marcus (5), Schütter (6), Prudent (2), Krabbe (6), Simonis (2), Colakoglu.

Quelle: RP
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