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Lokalsport
BBZ will sich "teuer verkaufen"

Leverkusen. Das Team von Mario Kyriasoglou trifft auf den ungeschlagenen TK Hannover. Von Sebastian Laule

Rein geografisch betrachtet liegen zwischen Opladen und Hannover rund 240 Kilometer. Sportlich hingegen scheint die dreistündige Fahrt am Sonntag (Spielbeginn um 17 Uhr) zum aktuellen Zweitliga-Primus Hannover wie eine Reise in eine andere Welt. Während Trainer Mario Kyriasoglou unlängst kritisierte, dass seine Mannschaft nur einmal pro Woche am Heisenberg trainieren könne, ist beim Gegner, der in den vergangenen Spielzeiten eher das Dasein einer grauen Zweitligamaus fristete, ab dieser Saison jedes Detail auf Aufstieg ausgelegt.

Das zeigt sich in der Zusammenstellung des Kaders mit seinen vier US-Profispielerinnen oder in der fast immer prall gefüllten heimischen Unisporthalle. Der Turn-Klubb ist nach elf Spielen immer noch ungeschlagen. Seine letzten fünf Partien gewann er im Schnitt mit 40 Punkten Differenz, vermutlich nicht die besten Voraussetzungen für Opladen, das nach dem schwachen Auftritt gegen Göttingen angeknackste Selbstvertrauen wieder zu reparieren.

"Auswärts in Hannover muss wohl nicht unser Maßstab sein, da fahren wir hin, um uns teuer zu verkaufe. Dann sehen wir, was dabei rauskommt", übt sich der BBZ-Trainer in vornehmer Zurückhaltung. In der Tat spricht wenig bis nichts für einen Opladener Überraschungscoup beim Primus. Viele Spielerinnen angeschlagen oder verletzt, offensiv zuletzt außer Form und jetzt einen Kontrahenten vor der Brust, der im Schnitt nur 56 Punkte kassiert (Liga-Spitzenwert).

"Natürlich müssen wir auf jeden Fall eine viel bessere Leistung aufs Feld bringen als letzte Woche. Aber selbst wenn uns das komplett gelingt, ist das gegen so einen Gegner immer noch keine Garantie für einen Erfolg", sagt Kyriasoglou.

Bei aller angemessener Demut bleibt seine Mannschaft aber auch das einzige Team, dass die Niedersachsen in dieser Spielzeit überhaupt ernsthaft in Bedrängnis bringen konnte. Bei der 51:57-Niederlage im Hinspiel zeigte BBZ Opladen seine vielleicht beste Saisonleistung - übrigens nur eine Woche nach einem Katastrophenauftritt gegen Göttingen.

Quelle: RP
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