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Lokalsport
Bergfried verspielt Sieg in der Nachspielzeit

Rhein-Wupper. Die Leverkusener wähnten sich bereits als Gewinner - kassierten aber noch spät den Ausgleich.

Fußball-Kreisliga A: 1. FC Monheim II - SSV Lützenkirchen 6:1 (2:0). Beim Tabellenzweiten in Monheim standen die Lützenkirchener auf verlorenem Posten. "Wir haben nicht als Mannschaft agiert, und das hat ein guter Gegner gnadenlos bestraft", sagte Trainer Andreas Traudisch.

Schon nach 120 Sekunden gingen die Platzherren mit 1:0 in Führung, Kollbach hatte im Strafraum ein Foul begangen und die Monheimer verwandelten sicher. In der 13. Minute erlaubte sich Jan Beringer einen Ballverlust im Spielaufbau, den der Favorit zum zweiten Tor ausnutzte. "Wir hatten uns in der Pause noch einmal richtig viel vorgenommen, doch wir wurden wie in der ersten Hälfte kalt erwischt", sagte Traudisch und verwies auf die Gegentore in der 47. und 51. Minute. Robin Seinsch gelang immerhin der 1:4-Anschlusstreffer (63.), doch zu mehr sollte es für das SSV-Team nicht reichen. Die Platzherren legten noch zwei weitere Tore nach.

Genclerbirligi Opladen - Tuspo Richrath 5:1 (2:1). "Wir sind in der Liga jetzt richtig angekommen", sagte Spielertrainer Ilyas Katar nach dem zweiten Saisonsieg von Gencler, mit dem die Opladener den Anschluss ans untere Mittelfeld hergestellt haben. Zu Hause setzte sich der Aufsteiger dank einer geschlossen starken Teamleistung gegen den Tabellenneunten aus Langenfeld-Richrath durch.

Selbst vom 0:1-Fehlstart (4.) erholten sich die Platzherren gut, bereits fünf Minuten später hatte Sinan Katar wieder ausgeglichen. Mustafa Uzun brachte Genclerbirligi eine Minute vor der Halbzeitpause mit 2:1 in Führung, "das war für uns ein ganz wichtiger Moment", meinte Katar hinterher. Fatih Demir (56./64.) sicherte mit seinem Doppelpack den Sieg vorzeitig, in der 65. Minute sorgte Yücel Balyemez für den umjubelten Schlusspunkt.

Sportfreunde Baumberg II - VfL Witzhelden 1:2 (0:1). Im Kampf um die vorderen Platzierungen haben die Fußballer des VfL Witzhelden einen wichtigen Sieg einfahren können. Beim Tabellennachbarn in Monheim-Baumberg setzte sich die Mannschaft von Trainer Ralf Job nach zähem Ringen durch. "Die letzte halbe Stunde war hochgradig spannend. Letztlich haben sich meine Jungs den Erfolg aber aufgrund ihrer kämpferischen Einstellung verdient", sagte Job hinterher.

Nach zwölf Minuten brachte Andre Brandenburg die Gäste mit 1:0 in Führung. Als zehn Minuten im zweiten Spielabschnitt absolviert waren, erhöhte Jens Boddenberg auf 2:0. Kurze Zeit später gelang den Platzherren der 1:2-Anschlusstreffer, und als Martin Baron eine Viertelstunde vor dem Abpfiff die Gelb-Rote Karte gezeigt bekam, drohte die Begegnung zu kippen. "Wir haben bis zum Ende mit Mann und Maus verteidigt. Das hat dann noch gereicht", sagte der Coach.

Kreisliga A Köln: SV Schlebusch II - Weiler-Volkhoven 6:1 (2:1). Manchmal benötigt ein Fußballteam einen Weckruf. Beim Heimspiel der Schlebuscher Reserve war dies der Rückstand in der 24. Minute, den Marcel Munk bei seinem Startelf-Saisondebüt aber vier Minuten später ausgleichen konnte. Adil Ben Abdellah sorgte noch vor der Pause für das 2:1 (37.), ehe im zweiten Durchgang die Stunde von Joker Darius Kurz schlug. In der 54. Minute für Christian Förster eingewechselt, der eigentlich Torhüter ist, traf Kurt in der 69. Minute zum 3:1 - und nach Niklas Hammes' 4:1 (78.) noch zum 5:1 (83.). Den Endstand besorgte wieder Ben Abdellah drei Minuten vor dem Ende für das Team von Sven Bialek, das weiter Dritter ist.

Mülheim-Nord - Bergfried Leverkusen 1:1 (0:0). Vier Minuten lang wähnten sich die Leverkusener als Sieger: Joker Kevin Sivakumar besorgte in der 87. Minute den Führungstreffer für die Gäste, die in der Nachspielzeit aber noch ausglichen - offiziell war es die Spielminute 90.+2. "Das ist bitter, wenn du so spät in Führung gehst", sagte Trainer André Fanroth, der ein Kampfspiel auf Asche in Mülheim verfolgte. Insgesamt zeigte Bergfried eine gute Kollektivleistung, David Wendlich verdiente sich aber ein zusätzliches Trainerlob. "Seine Zweikampf- und Kopfballstärke hat uns heute weitergebracht", erklärte Fanroth.

(lhep/mane)
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