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Lokalsport
Bittere Pleite für Bayers Frauen

Leverkusen. Das 0:6 in Potsdam ist ein Rückschlag im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga. Von Tobias Krell

Das hat gesessen: Turbine Potsdam schenkte Bayers Fußballerinnen vor toller Kulisse im Karl-Liebknecht-Stadion gleich ein halbes Dutzend Treffer ein und gewann verdient, aber etwas zu hoch mit 6:0 (2:0). Quasi mit dem Schlusspfiff widmete sich Coach Thomas Obliers seiner nun wichtigsten Aufgabe. Für das wichtige Nachbarschaftsduell gegen den 1. FC Köln am Ostersonntag müssen die Leverkusenerinnen das Ergebnis aus dem Kopf bekommen. "Wir müssen das jetzt abhaken und uns ganz auf das Derby konzentrieren", fordert der Trainer.

Es war aus Leverkusener Sicht unglücklich, dass Potsdams Lia Wälti mitten in der ordentlichen Startphase mit Chancen für Merle Barth (4.) und Frederike Kempe (8.) nach einem abgefälschten Schuss der etwas schmeichelhafte Führungstreffer gelang. Dass kurz nach der Pause nicht der mögliche Anschlusstreffer (zwischenzeitlich hatte Illa Mauro zum 2:0 erhöht) fiel, sondern durch Svenja Huth der dritte Turbine-Treffer, besiegelte die Niederlage - auch, wenn das 3:0 stark abseitsverdächtig war. Wer sich danach aber derart abschießen lässt, wie die Rheinländerinnen, kann nachher nicht nur über mangelndes Glück klagen.

Immerhin gab es neben eigenen Drangphasen auch weitere Gründe, den Kopf nicht zu tief hängen zu lassen. Zwei Debüts machten Hoffnung: Mittelfeld-Ass Marina Hegering kam nach langer Zwangspause 20 Minuten vor dem Ende zu ihrem ersten Saisoneinsatz. Die ersten Bundesligaminuten überhaupt absolvierte Sara Abu Sabbah. Das Talent wurde in der Schlussphase eingewechselt.

Außerdem ist trotz des zeitgleichen Erfolgs von Verfolger Werder Bremen ein Puffer von fünf Punkten auf die Abstiegsränge geblieben. Nun haben es die Leverkusenerinnen gegen Köln in der Hand, die Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt etwas komfortabler zu gestalten. Dafür muss Potsdam aber schnell aus den Köpfen verschwinden. Vorgenommen haben sich Obliers und seine Schützlinge eine Menge. "Vor eigenem Publikum wollen wir Gas geben und keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass wir wieder zurück in die Erfolgsspur wollen", kündigt der Trainer an.

Bayer: Klink - Wich (64. Sundov), Krahn, Prinz, Simon - Barth, Ewers (70. Hegering), R. Knaak, Jessen - Weber (90. Abu Sabbah), Kempe.

Quelle: RP
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