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Lokalsport
Carina Steinhaus ist auf Kurs zur schweren Klasse

Leichlingen. Beim Turnier des Leichlinger Reit- und Fahrvereins nutzte sie den Heimvorteil - spannend war die Siegerrunde in der M**-Prüfung. Von Siegfried Grass

Sieben Jahre alt ist ihr bester Freund. Und er ist wirklich ein feiner Kerl, der Wallach "Feiner Ferdinand", auf dem die Leichlinger Dressurreiterin Carina Steinhaus derzeit unterwegs ist. Den Heimvorteil bei den Leichlinger Reitertagen nutzte das Paar, ein zweiter und ein sechster Platz in zwei M-Dressurprüfungen waren die Ausbeute der 22-jährigen Studentin der Agrarwissenschaften.

Die frühere rheinische Pony-Kaderreiterin ist mit ihrem Wallach auf bestem Weg zur schweren Klasse. Wieso Weg? Sie hatte sich bei Jungpferde-Prüfungen der S-Klasse bereits bewiesen. "Aber den richtigen Sprung nach S haben wir erst noch vor", schildert die LRV-Reiterin ihre Ambitionen mit dem Pferd, das sie vor vier Jahren erwarb. In der Oskar-Erbslöh-Halle konnte man sich einen Eindruck von der Harmonie zwischen den beiden verschaffen. Oliver Kuntze, Vorsitzender des Leichlinger Reit- und Fahrvereins (LRV), ist sich sicher: "Feiner Ferdinand ist derzeit eines der besten jungen Pferde im Rheinland."

Der Verein, der über 150 Mitglieder zählt, hat in Stefanie Schwarz noch eine weitere auffallend gute Reiterin, die in den beiden M-Prüfungen auf den Plätzen vier und neun landete und die S-Aufgabe auf dem zehnten Rang beendete. Nomen est omen: Auf ihrem "Ratz-Fatz" gewann die Bochumerin Nadine Schulz flugs mit deutlichem Vorsprung die S-Dressur.

Spannender Schlusspunkt des großen Reitturniers war die M**-Springprüfung, die für den Neusser Thorsten Schiltz mit einem Sturz begann und einem furiosen Sieg endete. Einen gehörigen Schreck jagte er dabei Parcourschef Dirk Schwarz ein: "Da zuckt man zusammen, wenn gleich der erste - und dazu noch sehr erfahrene - Reiter stürzt." Hat man womöglich die Hindernisse so aufgestellt, dass es nicht passen kann? Gottlob blieb es nur bei diesem unfreiwilligen Abgang. Da aber Thorsten Schiltz mit mehreren Pferden an den Start ging, konnte er die Prüfung auf seinem 13-jährigen Hengst "Cleiner Freund" nach einer spannenden Siegerrunde gegen die Burscheider Daniel und Beate Könemund (auf Can Live) sowie dem Rheindorfer Franz Gilles (Quick Magic) fehlerfrei und mit deutlichem zeitlichen Vorsprung für sich entscheiden.

Daniel Könemund hatte es als letzter Starter mit seinem 13-jährigen Schimmel Casino Royal noch in der Hand, ganz vorne zu landen. Aber ihm war offensichtlich ein "geordneter" Ritt wichtiger. Schließlich hat er mit seinem besten Pferd im Stall, auf dem er vor einer Woche Dritter eines S-Springens in Köln-Seeberg wurde, noch einiges vor. Beispielsweise am letzten Mai-Wochenende auf dem eigenen Turnier in Burscheid-Paffenlöh (26. Bis 29. Mai).

LRV-Chef Oliver Kuntze zog nach "anstrengenden Tagen" eine positive Bilanz: "Alles lief reibungslos, sogar das Wetter spielte allen Vorhersagen zum Trotz mit." Und kündigte gleich an: "Ich bin zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr auch wieder eine S-Springprüfung im Programm haben." Das wäre dann das Sahnehäubchen auf dem größten sportlichen Event, das Leichlingen zu bieten hat.

Quelle: RP
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