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Lokalsport
Das Leichlinger Spiel ist wie gemacht für Mike Schulz

Leichlingen. Mike Schulz ist zufrieden. Mit dem Saisonstart, der Mannschaft und nicht zuletzt mit sich selbst. "So haben wir uns das im Großen und Ganzen vorgestellt", sagt der Neuzugang des Handball-Drittligisten Leichlinger TV - und natürlich weiß er, dass auch er am sehr soliden Start einen großen Anteil trägt.

Der schnelle Rechtsaußen erzielte bereits 27 Treffer - keine so schlechte Quote bei bisher drei ausgetragenen Spielen, nach denen die Leichlinger mit zwei Siegen und einem Unentschieden auf Platz vier rangieren. "Die Tore verdanke ich ja nur dem Rest der Mannschaft", betont der 25-Jährige bescheiden. Falsch liegt er damit sicher nicht, doch sowohl die Siebenmeter als auch die zahlreichen Tempogegenstöße verwandelt derzeit kein anderer Spieler so sicher wie der Zugang der SG Ratingen. Sein Vorteil: Die Leichlinger Spielweise. "Die kommt mir sehr entgegen", sagt der flinke Handballer. Bei seinem Ex-Verein legte man vor allem Wert auf Ballbesitz. "Dabei konnte ich meine Schnelligkeit nicht so gut ausspielen. Jetzt laufen wir immer wieder Konter. Das ist wie gemacht für mich."

Nicht unwahrscheinlich also, dass der Linkshänder auch heute Abend (20 Uhr) im Auswärtsspiel beim TV Korschenbroich einige Bälle verwandelt. Das klappte schon zuletzt gegen Ratingen ganz gut, auch wenn die "Pirates" ansonsten einen eher fahrigen Auftritt aufs Parkett brachten.

Individuelle Fehler verhinderten einen unterm Strich klareren Erfolg, der nach umkämpften 60 Minuten aber verdient war. Frank Lorenzet ist zuversichtlich: "Wenn wir in Korschenbroich gewinnen, kann man sicher von einem sehr guten Start sprechen", sagt der Coach, "aber diese Mannschaft ist nicht unbedingt unser Lieblingsgegner." Auch Schulz glaubt an ein eher "unangenehmes" Spiel: "Die Halle ist meistens voll, dort ist es für ein Auswärtsteam nie leicht zu punkten."

Insgesamt stehen die Vorzeichen aber gut. Leichlingens Personalsituation hat sich entspannt. Linkshänder Carsten Lange ist nach Muskelfaserriss zurück und wird heute spielen können. "Auch im Training gibt uns das mehr Möglichkeiten", meint Lorenzet. Der ehemalige Bundesligaspieler Schulz, der derzeit in Mülheim eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann macht, freut sich ebenfalls über die größere Flexibilität.

Mit zunehmendem sportlichen Erfolg werden personelle Verstärkungen, nach denen zuletzt intensiv gesucht wurde, allerdings zunehmend unwahrscheinlicher. "Aktuell sind wir auch so erfolgreich", betont Lorenzet, "wenn es so weitergeht, brauche ich keine Panikkäufe zu tätigen." Im Winter könne man sehen, ob neues Personal Sinn ergebe. Damit bleibt Schulz wohl einer von insgesamt drei Neuzugängen.

(mol-)
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