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Der Meister ist eine Nummer zu groß

Lokalsport: Der Meister ist eine Nummer zu groß
Mächtig ins Straucheln kamen die Bundesliga-Hockeyspielerinnen des RTHC Leverkusen um Serafina Pütz (blaues Trikot) zum Auftakt der Bundesliga-Hallenrunde. Zwei Pleiten zu Beginn sorgen schon für mächtigen Druck. FOTO: UWE MISERIUS
Leverkusen. Neben dem erwarteten 2:6 gegen Düsseldorf unterliegen die Bundesliga-Spielerinnen der RTHC auch dem Crefelder HTC mit 4:6. Die Herren hingegen feiern in der Oberliga gegen Uhlenhorst Mülheim den dritten Sieg im dritten Spiel. Von Tobias Knüfermann

Die Damen des RTHC Leverkusen haben einen Fehlstart in die Hallenhockey-Bundesliga hinlegt. Am Samstag unterlag der RTHC zunächst erwartungsgemäß dem Deutschen Meister Düsseldorfer HC mit 2:6 (1:4), ehe gestern eine 4:6 (2:1)-Niederlage gegen den Crefelder HTC folgte. Damit stehen die Leverkusenerinnen in der nur sieben Wochen andauernden Saison bereits unter Druck.

Nach der erwarteten Auftaktniederlage gegen Düsseldorf hatte RTHC-Trainer Volker Fried seinen Blick schnell auf die Partie gegen Krefeld gerichtet und war gespannt, wie weit "mein Team schon ist." 24 Stundens später hatte der Coach Gewissheit und musste die zweite Wochenend-Pleite quittieren. Und das vor immerhin knapp 300 Zuschauern am heimischen Kurtekotten. "Wir haben ein intensives Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe gesehen. Krefeld war etwas spritziger, man hat aber beiden Mannschaften angemerkt, dass es bereits in dieser frühen Phase der Saison um enorm viel ging", bilanzierte Fried, dessen Team zur Halbzeit durch Tore von Dana Wagner (Siebenmeter) und Lea Wolff noch mit 2:1 geführt hatte. Nach der Pause lief dann aber nicht mehr viel zusammen, während der Aufsteiger aus der Seidenstadt zielstrebig nach vorne spielte und zu fünf Treffern kam. Zwar gab sich der RTHC nie auf, doch die beiden späten Ecken-Tore von Jacqueline Knöller sorgten lediglich nur noch für Ergebniskosmetik und vermochten nichts mehr am enttäuschenden Ausgang des Heimspiels zu ändern.

In Düsseldorf legte Leverkusen einen Blitzstart hin und kam durch Serafina Pütz bereits nach 80 Sekunden zur Führung. Das gute Gefühl hielt aber nur kurz, weil der Ligafavorit schnell die Zügel in die Hand nahm und innerhalb von acht Minuten ein 4:1 herausspielte. Im Anschluss hielt der RTHC kräftig dagegen und kassierte erst wieder in der Schlussphase weitere zwei Treffer. Volker Fried, dessen Team durch Nora Sonneborn noch zum 2:6-Endstand traf, zeigte sich mit dem Auftritt im ersten Spiel dennoch recht zufrieden: "Der DHC ist in der Breite einfach besser und dichter besetzt und hat verdient gewonnen. Meine Mannschaft hat gut dagegengehalten, hätte aber trotzdem mehr Tore schießen können."

Unterdessen haben die Leverkusener Herren auch ihr drittes Saisonspiel in der Oberliga gewonnen und stehen weiterhin an der Tabellenspitze. Das Team von Trainer Sebastian Folkers setzte sich verdient mit 9:4 (5:1) gegen Uhlenhorst Mülheim III durch. Dabei ließ der RTHC erst gar keine Zweifel aufkommen und lag bereits zur Pause mit vier Toren vorne. Ein Sonderlob verdienten sich die A-Jugendlichen Tim Berberich und Leo Schmitz, die sich in ihren ersten Hallenspielen gleich in die Torschützenliste eintrugen. "Beide haben ein starkes Debüt gegeben. Sowieso hat meine Mannschaft eine sehr routinierte Leistung abgerufen und verdient gewonnen. Nur die erste Viertelstunde in Halbzeit zwei hat mir nicht so gut gefallen", analysierte Folkers, der mit der Torausbeute aber zufrieden war.

Tore: Martin Mies, Andreas Koyka (je 3), Ruben Knorr, Tim Berberich und Leo Schmitz.

Quelle: RP
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