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Lokalsport
Der Plan des LTV geht auf

Lokalsport: Der Plan des LTV geht auf
Torhüter Mathis Stecken und der Leichlinger TV haben derzeit einen Lauf. FOTO: Heinz J. Zaunbrecher (archiv)
Leichlingen. Der Handball-Drittligist aus Leichlingen schlägt den OHV Aurich mit 32:19 (17:6) und hat weiter alle Chancen, die Saison auf dem zweiten Platz abzuschließen. Am Freitag kommt es zum direkten Duell mit Bayer Dormagen. Von Jim Decker und Moritz Löhr

Bei allem Respekt vor dem Gegner erkannten auch die Spieler des Leichlinger TV: Der achte Sieg in Folge war ein Kinderspiel. Lediglich fünf Minuten hielt der ersatzgeschwächte und abstiegsbedrohte OHV Aurich gegen die Blütenstädter mit, brach kurz darauf aber ein. LTV-Torwart Mathis Stecken analysierte nach dem deutlichen 32:19 (17:6) treffend: "Aurich hatte keine Chance, wir haben uns endlich gefunden." Gegner wie Aurich oder der Lokalrivale TV Korschenbroich, den Leichlingen in der Vorwoche deklassierte, bereiten den stark aufspielenden Pirates derzeit keine Schwierigkeiten. Die Warnungen von Tainer Frank Lorenzet im Vorfeld erwiesen sich als übervorsichtig. Im Nachhinein gelangte allerdings auch der stets kritische Trainer zu der Erkenntnis, seine Mannschaft spiele aktuell "überragenden Handball".

Stark verbessert präsentierte sich am Freitag Harald Feuchtmann, der bisher eher unglückliche Auftritte auf der linken Außenseite zeigte. Fünf Treffer, damit fast die Hälfte der Tore, die er in der bisherigen Saison erzielte, steuerte der chilenische Nationalspieler bei der überzeugenden Leistung seines Teams bei. "Die Abwehr stand gut, deswegen klappte es vorne besser", sagte er. Auch der 2,01 Meter große Tim Menzlaff lobte Feuchtmann, der zumeist nur liebevoll "Harry" gerufen wird. "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht", sagte Menzlaff.

Dabei fehlten dem aktuellen Tabellendritten in Torhüter Dean Christmann und Top-Torschütze David Kreckler auch noch zwei Spieler erkrankt. Jannes Hertlein und Lukas Schulz erwischte es unter der Woche ebenso wie Marcus Bouali und Bastian Munkel, die aber alle immerhin das Abschlusstraining mitmachen konnten.

Keeper Mathis Stecken machte erneut die stabile Defensivleistung und die verbesserten Automatismen als Stärke aus. "Wir decken viel besser als zu Beginn der Saison", sagte Stecken. Die Spielidee des LTV greife nun komplett und vor allem konstanter. Zudem gab es ein Sonderlob für die beiden Kollegen Schulz: "Lukas ist in unserem Konzept angekommen und Mike ist bei alter Stärke." Doch auch mit sich selbst ist der Schlussmann im Reinen. "Ich kann schon ganz zufrieden sein", sagte er. Erneut parierte Stecken diverse Würfe des streckenweise kopflos anrennenden OHV und trug so dazu bei, dass die Norddeutschen nie ins Spiel fanden. Das hat allerdings System.

Die Leichlinger Torhüter stehen im ligaweiten Vergleich gut da, betont Stecken: "Wir haben in dieser Saison erst einmal oder zweimal das Torwartduell verloren." Der LTV hat eine Menge Selbstvertrauen aus seiner Siegesserie mitgenommen. Das auf dem Papier leichtere Auftaktprogramm des Jahres absolvierten die Pirates souverän und im Stile einer Spitzenmannschaft. Mit zwei Spielen weniger hat das Lorenzet-Team den Sprung auf Platz zwei hinter dem einteilten Tabellenführer TuS Ferndorf noch nicht abgehakt.

Stecken bestätigt: "Natürlich ist der zweite Platz in der Mannschaft ein Thema." Auf diesem steht derzeit der TSV Bayer Dormagen - und damit ausgerechnet jene Mannschaft, die am kommenden Freitag (20 Uhr, Ostermann-Forum) zum Derby nach Leichlingen reist - ein echter Gradmesser für die Blütenstädter.

Die Mannschaft ist optimistisch, angriffslustig - und baut auf die Zuschauer. "Die Halle muss brennen", betont Rechtshänder Feuchtmann euphorisch.

Quelle: RP
 
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