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Lokalsport
Der TSV und die Doppelspieltage

Leverkusen. Nach acht Siegen in Folge kassierten die Zweitliga-Volleyballerinnen ihre erste Saisonniederlage. Gestern folgte ein 3:1-Erfolg. Von Tobias Brücker

Die beeindruckende Serie der Volleyballerinnen des TSV Bayer 04 ist gerissen. Im neunten Spiel in der zweiten Bundesliga-Nord verlor die Mannschaft von Head-Coach Zhong Yu Zhou gegen die Wildcats aus Stralsund mit 0:3 (24:26, 19:25, 23:25). Und damit zum ersten Mal in dieser Saison. Das hielt Anna Hoja und ihr Team jedoch nicht lange auf. Gleich gestern zeigte das Team eine Reaktion und besiegte den VC Olympia Schwerin 3:1 (26:28, 25:16, 25:15, 25:17).

Schon in der vergangenen Saison behagten Doppelspieltage dem TSV nicht sonderlich. Jeweils eines der zwei, nah aufeinanderfolgenden Spiele ging verloren. So auch diesmal. "Ich habe den Mädchen immer gesagt, dass Duelle kommen werden, in denen wir nicht gut spielen", sagte Trainer Zhou nach der Partie gegen Schwerin. "Man hat gemerkt, dass die Mannschaft nach der Niederlage eine Reaktion zeigen wollte. Auf diesen Teamgeist bin ich sehr stolz", betonte Zhou. Das 0:3 am Tag zuvor sei sehr schnell aus den Köpfen gestrichen worden.

Ein auf dem Papier deutliches Ergebnis, das angesichts des Spielverlaufs, alles andere als derb ist. "Meine Mannschaft hat viele eigene Fehler gemacht, und unsere Abwehr war nicht gut", analysierte Zhou. Zudem sei ein wenig Pech dazu gekommen, rollte der Ball doch ein ums andere Mal unglücklich vom Netz ab. Das alleine soll aber keine Ausrede sein. Zhou: "Wir müssen das akzeptieren. Es ist nicht so, dass wir keine 100 Prozent gegeben hätten. Ich habe immer damit gerechnet, dass wir noch ein 2:2 schaffen und dann in einen fünften Entscheidungssatz gehen." Bereits einen Tag danach zeigte der TSV wieder sein wahres Gesicht. Das 3:1 gegen Schwerin tat dem Team gut, beschreibt es Zhou durchaus erleichtert. Zwar mussten die Leverkusenerinnen den ersten Satz an den VCO abgeben, davon lies sich das Team jedoch nicht aus der Ruhe bringen. "Die Angreiferinnen des Gegners waren sehr schnell und konnten unseren Block oft aus- und durchspielen", erklärte Zhou. Zudem habe seine Mannschaft bereits 12:5 in Führung gelegen und daher etwas die Konzentration verloren. "In den Sätzen zwei, drei und vier haben wir dann zu unserem Spiel und Niveau gefunden." Angriff und Abwehr funktionierten wieder besser und wie gewohnt. Durch die Niederlage hat der TSV es versäumt, den noch amtierenden Spitzenreiter Borken (29 Punkte) vom Thron zu stoßen. So rangieren die Leverkusenerinnen weiter auf Rang zwei (27 Zähler), vor Köln (25) - bei noch einem Nachholspiel (gegen Vorjahresmeister Oythe).

Quelle: RP
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