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Lokalsport
Derby-Fieber motiviert Bayers Frauen

Leverkusen. Nach der 0:6-Schlappe in Potsdam richtet das Team um Trainer Thomas Obliers den Blick auf Köln. Von Tobias Krell

Gegen den Frust nach dem 0:6 in Potsdam haben Bayers Fußballerinnen ein wirksames Rezept gefunden: Bei den Leverkusenerinnen ist das Derbyfieber ausgebrochen. Nach der Rückkehr an den Rhein war das Team von Trainer Thomas Obliers trotz der Pleite bester Laune. Der Grund: Morgen um 14 Uhr ist der 1. FC Köln zu Gast im Ulrich-Haberland-Stadion.

Anna Klink und ihre Teamkolleginnen können das brisante Nachbarschaftsduell im eigenen Stadion kaum erwarten. "Auf dieses Spiel freuen wir uns schon seit dem Kölner Aufstieg", verriet die Torhüterin der Vereins-Homepage. "Begegnungen dieser beiden Vereine sind immer etwas Besonderes - auch im Frauen-Fußball", ergänzt Obliers. Das Prickeln wird durch die Ausgangssituation zudem noch verstärkt. Da ist einerseits das Quartett von Kölnerinnen mit Bayer-Vergangenheit. Mit der (damals verletzten) Meike Seuren startete Leverkusen einst 2008 in das Abenteuer Frauen-Fußball. Auf 36 Bundesliga-Einsätze für Bayer brachte es von 2011 bis 2014 Claudia Kalin, die damals noch Götte hieß. Anna Kirschbaum und Mandana Knopf wechselten jeweils in jungen Jahren auf die andere Rheinseite.

Wenn es nach Obliers und seinen Schützlingen geht, muss das Quartett mit dem Geißbock-Klub in der nächsten Saison wieder durch die Zweitligastadien touren. Denn mit einem Derbysieg wäre der direkte Wiederabstieg des FC praktisch besiegelt - bei dann zwölf Punkten Rückstand auf Bayer und nur noch fünf ausstehenden Partien.

Wichtig wären die drei Punkte für die Obliers-Elf ohnehin, um auch den zweiten Aufsteiger Werder Bremen hinter sich zu lassen. Durch den Sieg am vergangenen Spieltag haben die Hansestädterinnen den Abstand auf fünf Punkte verkürzt. Um die Motivation seines Teams muss sich Obliers also nicht sorgen. Es gibt viele Gründe, warum das Spiel gegen Köln nicht nur emotional, sondern auch sportlich wichtig ist. Für ihn geht es eher darum, dass seine Schützlinge die Konzentration bewahren und sich an den Spielplan halten.

Dass der FC der Tabelle zum Trotz ein sehr unangenehmer Gegner sein kann, der um jeden Meter Raum verbissen kämpft, haben die Leverkusenerin aus dem Hinspiel noch in lebhafter Erinnerung. Beim ersten Duell sorgten Spielführerin Ramona Petzelberger und Turid Knaak für den 2:1-Siegtreffer. Diesmal müssen sie wie Laura Leluschko (Handgelenks-Operation) zusehen. Immerhin sind Laura Widak und Marina Hegering genesen und auch Lisa Schwab ist wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen. Ob es für sie zum Einsatz reicht, wird sich zeigen. Wenn es irgendwie geht, stünde sie sicherlich bereit. Denn wie alle Leverkusenerinnen brennt auch Schwab auf das Derby.

Quelle: RP
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