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Lokalsport
Dezimierter VfL spielt "wie ein Absteiger"

Leverkusen. Dario Paradiso, Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Leverkusen, war bedient. Nicht nur das Ergebnis beim 0:5 (0:3) in Frechen schlug ihm auf den Magen, auch das Auftreten seines Teams befand er als "nicht landesligareif".

Das lag zum einen am taktischen Verständnis: Als Wojciech Bijan kurz vor der Pause wegen einer Platzwunde behandelt musste, kassierte der VfL das zweite und dritte Gegentor. "Wie ein Hühnerhaufen haben wir uns da verhalten", polterte der Coach.

Aber auch das Verhalten seiner jungen Spieler ärgerte ihn. Gleich viermal gab es gelb, als die Partie beim Stand von 3:0 schon entschieden war. Nach dem 4:0 (76.) flogen auch noch Baran Tatu mit Gelb-Rot und Samet Cetin mit glatt Rot vom Platz. "Beides Aktionen aus dem Frust heraus, die absolut nicht zu tolerieren sind, zumal wir eh schon in Unterzahl waren. Das war unreif und wird Konsequenzen haben", sagte der Coach und verwies darauf, dass sich Ömer Baran in der 68. Minute verletzte, das Wechselkontingent aber schon erschöpft war. "Die Jungs sind völlig auseinerandergefallen und haben sich hinreißen lassen. Zum ersten Mal in dieser Saison haben wir wie ein Absteiger gespielt, und das macht mich traurig", fügte der Übungsleiter hinzu.

Zusätzlich schlug ihm noch auf die Stimmung, dass der Gegner keinen Sahnetag erwischte und ihm eine durchschnittliche Leistung zum "absolut in der Höhe verdienten Sieg" (Paradiso) reichte. "Das war heute gar nichts."

(mane)
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