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Die Giants müssen auf ihren Kapitän verzichten

Lokalsport: Die Giants müssen auf ihren Kapitän verzichten
Auf ihn wird es auch gegen Frankfurt ankommen: Donovon Jack (l.) ist mit 5,9 Rebounds im Schnitt zweitbester Giants-Akteuer in dieser Kategorie. FOTO: imago
Leverkusen. Am Sonntag (16 Uhr) empfangen die Bayer-Basketballer die Reserve der Frankfurter Skyliners in der Ostermann-Arena. Der Zweitligist (ProB) will der Fußverletzung von Götz Twiehoff trotzen. Von Thomas Rademacher

Im dritten Viertel des 82:74-Erfolgs der Giants bei der TG Würzburg II passierte es. Götz Twiehoff landete unglücklich und knickte um. Die Diagnose steht noch aus. "Der Fuß ist so dick, dass wir noch nicht wissen, ob auch Bänder gerissen sind", sagt Trainer Achim Kuczmann. "Aber es ist mindestens eine dicke Verstauchung, so dass er für einen Einsatz am Wochenende auf keinen Fall in Frage kommt." Im ProB-Heimspiel gegen die Fraport Skyliners Juniors wird es auch auf die Qualitäten von Benjamin Nick ankommen, um den Giants-Kapitän würdig zu vertreten.

Nick steht durchschnittlich etwa fünfeinhalb Minuten pro Spiel für die Giants auf dem Feld. Am Sonntag könnten es etwas mehr werden, da der 20-Jährige durch Twiehoffs Verletzung zweiter "Power Forward" der Mannschaft hinter dem US-Amerikaner Bruce Beckford ist. Nick sprang bereits in Würzburg erfolgreich in die Bresche und half mit fünf Punkten und sieben Rebounds. "Wir haben mit Olegas Legankovas und Calvin Oldham zwei weitere Spieler im Kader, die flexibel sind und die Position spielen können. Aber ich bin mir sicher, dass Benjamin seine Chancen bekommen wird", sagt Kuczmann.

Gegen die Frankfurter Zweitvertretung möchten die Giants ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Leverkusen gewann drei seiner letzten vier Partien. Die Gäste stehen mit vier Siegen und fünf Niederlagen im unteren Mittelfeld der ProB-Süd. "Wir müssen davon ausgehen, dass Frankfurt komplett bei uns antritt. Schließlich spielt die Bundesliga-Mannschaft schon am Samstag gegen Ulm." Damit ist auch ein Einsatz von Isaac Bonga möglich. Der 18-Jährige steht im Oberhaus bereits regelmäßig auf dem Parkett und gilt als eines der größten Talente im deutschen Basketball. Zwei Partien hat Bonga bislang in der ProB bestritten. Wenn es nach Kuczmanns Willen geht, kommt am Sonntag die dritte noch nicht hinzu. "Aber das können wir uns ohnehin nicht aussuchen."

Zu den Sykliners-Nachwuchstalenten zählen außerdem Richard Freudenberg (19), Garai Zeeb (20) und Konstantin Schubert (19), die ebenfalls zum erweiterten Bundesliga-Kader gehören und regelmäßig in der ProB ordentliche Leistungen zeigen. Stärkster Basketballer der Reserve ist Alex Fountain. Der US-Amerikaner erzielt 17,6 Punkte im Schnitt und verfügt über eine überragende Trefferquote von 52,3 Prozent von der Drei-Punkte-Linie (23 von 44 Versuchen verwandelt).

"Ein einfaches Spiel wird das nicht. Wir haben gehörigen Respekt vor der Truppe", sagt der Giants-Coach. Gegen den jungen und dynamischen Gegner ist ein hohes Maß an Agilität gefragt. "Die Verteidigung ist sehr aggressiv. Sie sind immer am Mann und nehmen den Aufbauspieler früh auf", betont Kuczmann. Das sei in der ProB keine große Seltenheit, aber die gegnerische Athletik werde seine Mannschaft mächtig fordern. "Im Eins-gegen-Eins ist der Gegner hervorragend ausgebildet. Darauf müssen wir vorbereitet sein."

Ballverluste könnten bei der aggressiven Deckung wieder ein Thema werden. In Würzburg erlaubte sich Leverkusen nur zwölf. In den Partien zuvor waren es oft zu viele. "Wenn wir diszipliniert spielen und wieder die wichtigen Rebounds holen, haben wir eine gute Chance", sagt Kuczmann. Als Nachrücker in den Kader für Twiehoff stehen Dzemal Selimovic, Jacob Engelhardt oder Sören Queck hoch im Kurs.

Quelle: RP
 
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