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Lokalsport
Die Giants müssen sich den Titans beugen

Leverkusen. Statistisch gesehen waren die Gäste aus Dresden kaum besser, doch die Leverkusener verpassten die Entscheidung, als sie die Chance dazu hatten. Nach dem 72:80 steht der Zweitligist in der ProB schlecht da. Von Thomas Rademacher

Ihre weiße Weste wollten die Bayer Giants in der Ostermann-Arena behalten. Die Möglichkeit dazu hatten sie, doch am Ende mussten sich die Zweitliga-Basketballer gegen solide aufspielende Dresden Titans mit 72:80 geschlagen geben. "Bei uns fallen zum Schluss die benötigten Würfe einfach nicht", haderte Trainer Achim Kuczmann. "Dresden hat das cleverer gemacht."

Furios starteten die Leverkusener in die Partie. Erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe von Bruce Beckford und Michael Kuczmann sowie ein Korbleger durch Calvin Oldham brachten die Giants mit 8:3 in Front. Sicherheit brachte das aber nicht - im Gegenteil: Zwischenzeitlich setzten die Giants sogar die einfachsten Versuche daneben. Nach dem ersten Viertel lagen die Gastgeber gegen die ordentlichen Dresdner bereits 17:24 hinten - und zunächst wurde es nicht besser.

Götz Twiehoff schien den Ball schon in den Korb getragen zu haben, doch irgendwie ging er dennoch daneben. Donovon Jack sicherte sich den Rebound und vergab ebenfalls aus kürzester Distanz. Beim Stand von 17:27 sah wenig nach einem Comeback der Bayer-Basketballer aus, aber nachdem Twiehoff doch noch seine ersten beiden Zähler der Partie erzielt hatte, zeigte Marvin Heckel, was in ihm steckt. Der Zugang der TG Würzburg zog erfolgreich zum Korb, versenkte einen Dreier und warf einen Sprungwurf in die Maschen, wonach seine Mannschaft nur noch mit einem Zähler hinten lag. Bei seiner nächsten Aktion hatte Heckel zwar erstmals keinen Erfolg, aber Benjamin Nick holte den Rebound, den er eine Sekunde später zum 30:29 ins Ziel brachte.

Leverkusen war zurück im Spiel und wurde nun auch durch gute Aktionen anderer Akteure getragen. Calvin Oldham und Alexander Blessig bewiesen ein gutes Händchen, so dass es mit 34:35 in die Halbzeitpause ging. Aus der kamen die Giants besser heraus, als ihr sächsischer Kontrahent. Tim Schönborn und Heckel waren die entscheidenden Akteure auf dem Weg zur erneuten Führung. Danach übernahm Twiehoff Verantwortung, der bis dahin eher glücklos unter dem Korb agiert hatte. Der Bayer-Kapitän machte einfache Punkte und blieb sicher von der Freiwurf-Linie.

Spektakulär ging es im letzten Viertel zu: Schönborn passte den Ball, den Jack per Alley-Oop ins Ziel dunkte. Entspannt wurde es für die etwa 600 Zuschauer deshalb aber nicht. Die Dresdner ließen sich nicht abschütteln. Zwar blieb US-Import Travis Thompson über weiter Strecken blass, doch die Mannschaft hatte in Janek Schmidkunz und Sebastian Heck gute Scorer. Die Hausherren führten durchgehend, doch mehr als vier Punkte waren es selten. Ein Dreier von Schmidkunz -und schon waren die Gäste wieder in Reichweite. Während Jack und Oldham vergaben, punkteten die Titans weiter und führten drei Minuten vor Schluss plötzlich 69:65.

Der ansonsten starke Heckel verlor den Ball nach der Auszeit, Beckford handelte sich auf der anderen Seite ein unsportliches Foul ein. Da half auch das obligatorische Aufstehen aller Zuschauer in den letzten zwei Minuten nicht mehr: Der 65:73-Rückstand war eine zu hohe Bürde. Heckel und Beckford verkürzten zwar noch, verbesserten die Trefferquote damit aber auch nur auf immer noch magere 38 Prozent.

Besser waren die Gäste insgesamt auch nicht, doch sie waren im richtigen Moment - gerade aus der Distanz - zur Stelle, um die Partie zu entscheiden. Von der Drei-Punkte-Linie verwerteten die Titans elf von 24 Versuchen. "Wir haben zu viele freie Abschlüsse zugelassen", sagte Kuczmann. "Dadurch haben wir uns von Anfang an geschadet."

Giants Heckel (17), Beckford (15), Schönborn (11), Twiehoff (9), Jack (5), Oldham (4), Blessig (4), Nick (4), Kuczmann (3), Merkens, Queck (n.e.), Engelhardt (n.e.)

Quelle: RP
 
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